Alle Ratsfraktionen für Kreisel Hollage: Parallelplanung für Kreuzung und Wohngebiet

Für die Kreuzung Pyer Kirchweg/ Am Pingelstrang/ Stüvestraße/ Nasse Heide fordern Anlieger einen Kreisverkehr. .Foto: Swaantje HehmannFür die Kreuzung Pyer Kirchweg/ Am Pingelstrang/ Stüvestraße/ Nasse Heide fordern Anlieger einen Kreisverkehr. .Foto: Swaantje Hehmann

Wallenhorst. Der Umbau der Kreuzung Am Pingelstrang/Stüvestraße/Pyer Kirchweg ist auf einstimmigen Beschluss des Rates erst einmal aufgeschoben, aber nicht aufgehoben: Der Umbau sei zwar in der mittelfristigen Finanzplanung für 2016 vorgesehen, die konkrete Planung, so erklärte Markus Broxtermann (SPD) als Sprecher der Mehrheitskooperation SPD/Grüne/WWG, wird aber zunächst bis zur Erweiterung des Baugebietes Wellmanns Hügel zurückgestellt.

Dass jetzt ein Kreisverkehr statt einer rechtwinkligen Kreuzung angestrebt wird, verdeutlichte auch sein Fraktionskollege Norbert Hörnschemeyer: „Uns ist wichtig, dass die Straße Nasse Heide entsprechend angebunden wird“, sagte er. Da am Wellmanns Hügel viele neue Häuser gebaut würden, sei es sinnvoll, die Planungen für das Baugebiet und den Kreuzungsumbau parallel laufen zu lassen.

„Ich denke, alle Fraktionen sind sich einig, dass nur ein Kreisel Sinn macht“, fasste Marlene Posnin von der CDU-Abspaltung „Christlich, Demokratisch für Wallenhorst“ (CDW) die Diskussion über die kurzfristig entsprechend geänderte Beschlussvorlage unter allgemeinem Beifall zusammen.

Für die CDU hatten Clemens Lammerskitten und Alfred Lindner betont, dass sich durch die neuen Häuser im Baugebiet die Verkehrssituation erheblich verändern werde, dass auch die A nlieger einen Kreisverkehr fordern und dass diese auch bereits Geld für den Ausbau gezahlt hätten. Es bestehe also Handlungsbedarf.

Den sehen sämtliche Fraktionen auch für die Renovierung des Bewegungsraums im Franziskus-Kindergarten in Lechtingen (40000 Euro), den brandschutztechnisch- und inklusionsbedingten Umbau der Erich-Kästner-Grundschule in Hollage (800000 Euro für 2015 und 300 000 Euro für 2016 eingeplant) sowie die turnusmäßige Straßen- und Kanalsanierung in der Bergstraße zwischen Hollager Straße und Uhlandstraße (gut 600 000 Euro). Der Umbau Große Straße wird auf einhelligen Beschluss vertagt, bis die konkrete Zuschusszusage des Landes vorliegt. Von der Tagesordnung einvernehmlich abgesetzt wurden die – ohnehin bereits aufgeschobene– Sanierung der Rathausallee und die Änderung der Friedhofsgebühren samt entsprechender Satzung. Hier bestehe noch Gesprächsbedarf.

Reine Formsache waren die einstimmige Entlastung des Bürgermeisters für das Haushaltsjahr 2010 sowie Billigung des Jahresabschlusses für das Haushaltsjahr 2013 samt konsolidiertem Gesamtabschluss, Rechnungsprüfungsbericht und Bürgermeisterentlastung. Manfred Gretzmann (CDW) bezeichnete den Etatabschluss als „reine Erfolgsstory“, lobte die „hohe Buchungsqualität“ und dankte allen Beteiligten unter Beifall für die geleistete Arbeit.


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