zuletzt aktualisiert vor

Brandexplosion auf B68 Wallenhorster kommen nach Brand mit dem Schrecken davon

Von


Wallenhorst. Ein schwerer Lkw-Unfall mit Brandexplosion auf der Bundesstraße 68 hat am Montagmittag in Wallenhorst bei den Anwohnern rund um das Wohngebiet „Am Heerweg“ Angst und Schrecken ausgelöst. Dunkle Rauchwolken lagen über dem Ortszentrum. Die Gärten und Straßen waren übersät mit den Spraydosen, dem Gefahrladegut, dass bei der Explosion des Lkw bis zu 500 Meter weit durch die Luft geflogen ist. Die Bewohner mussten Fernster und Türen geschlossen halten.

„Auf einmal hat was gerumst“

Es war 11.30 Uhr: „Auf einmal hat was gerumst“, erinnert sich Anwohnerin Katrin Fuhrmann. Dann stiegen dicke, schwarze Rauchwolken auf und bald darauf ein großer Feuerball: „Der war höher als die Häuser.“ Dann sind auf einmal Dosen durch die Gegend geflogen: „Das hat geknallt, das war laut und hörte gar nicht auf“, erzählt Fuhrmann, die auch die Feuerwehr alarmiert hat. „Auch richtig heiß ist es draußen gewesen durch das Feuer.“ Daraufhin ist sie mit ihrer verängstigten Tochter geflüchtet. „Als das große Zittern weg war“, sind sie wieder in ihr Haus zurückgekehrt.

Lkw-Bergung auf B 68 dauert an – Straße bleibt gesperrt

Für die Feuerwehrleute haben sie und die Nachbarn einen Tisch mit warmen Getränken und Keksen aufgestellt. „Wir sind dankbar, dass der Lärmschutzwall da war“, sagt die Wallenhorsterin. So sieht das auch die Feuerwehr, die mit 185 Einsatzkräften von Feuerwehr und Polizei aus den umliegenden Gemeinden sowie der Stadt Osnabrück an der Unfallstelle war. Der Lärmschutzwall ist über ein Teilstück von etwa 20 Metern durch die Hitzeentwicklung stark beschädigt worden. „Er konnte aber das Schlimmste für die dahinter liegende Häuserreihe verhindern“, so der Einsatzleiter der Feuerwehr Wallenhorst, Frank Hörnschemeyer mit.

Jalousien schmolzen weg

Trotzdem sind teilweise die Jalousien weggeschmolzen, die Häuser mit Qualm durchzogen. Die Feuerwehr hat bei der Durchlüftung der Häuser mit großen Propellerlüftern Unterstützung geleistet. Ein Ehepaardas direkt hinter dem Lärmschutzwall wohnt, hat alle Fenster geöffnet, damit der Qualm abziehen konnte. Schäden am Haus sind nicht entstanden: „Die haben die Hauswand mit Wasser besprüht, um zu kühlen“, erzählt der Wallenhorster, dessen Garten auch mit Spraydosen übersät ist, die so Hörnschemeyer mit hochentzündlichem Antischimmelmittel gefüllt gewesen sind.

Lkw-Bergung auf B 68 dauert an – Straße bleibt gesperrt

Die Fahrbahndecke wurde durch das Feuer komplett zerstört und muss wie der Lärmschutzwall erneuert werden. Die Polizei und Feuerwehr rechnen mit einer Sperrung der B 68 in beide Richtungen bis mindestens Mittwoch und mit erheblichen Behinderungen.

Sieben Verletzte

Der Unfall hat sieben Verletzte gefordert, darunter der Fahrer des Lkw, der mit schweren Verletzungen mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde. Vier Polizisten und ein Schaulustiger erlitten leichte Verletzungen durch das Einatmen von Rauchgas, ein Feuerwehrmann ist an der Unfallstelle ohnmächtig geworden.

Weitere Informationen zu der Sperrung der B 68 erfahren Sie im Laufe des Tages auf www.noz.de


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN