RTL-Show „Mario Barth deckt auf“ Comedian Barth verspottet Wallenhorster Glühwürmchen-Kreisel

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Wallenhorst. Und als alle dachten, jetzt könnte der Wallenhorster Glühwürmchen-Kreisel endlich in Ruhe vor sich hin glimmen, kam Mario Barth: Am Mittwoch hat der Comedian in seiner RTL-Show „Mario Barth deckt auf“ über den Kreisverkehr am südlichen Ortseingang berichtet und Wallenhorst nebenbei zur Stadt erklärt.

Am 22. Oktober sendete Stern TV in einer Reihe zum Thema Steuerverschwendung einen Beitrag über den neuen Wallenhorster Kreisverkehr und seine fünf beleuchteten Gullydeckel. Das RTL-Magazin läuft mittwochs um 22.15 Uhr, direkt nach „Mario Barth deckt auf“. Nun, ganze fünf Wochen später, sagte Barth in seiner „investigativen Comedy-Show“ tatsächlich: „Ich habe was ganz Tolles gefunden“ – und kündigt damit einen Beitrag über den Wallenhorster Glühwürmchen-Kreisel an.

„Mario Barth deckt auf“ ist die mittlerweile sechste Sendung, die den wohl berühmtesten Kreisverkehr Deutschlands zum Thema macht. Das ZDF , Sat.1, N24, der NDR und RTL mit dem erwähnten Magazin „Stern TV“ waren vorangegangen. Nachdem die Deutsche Presse-Agentur eine Meldung zum Glühwürmchen-Kreisel verbreitet hatte, fanden sich auch Berichte in der „Welt“, der Münchener Abendzeitung und bei Spiegel Online. Zu Wort gemeldet hatte sich ebenfalls der Niedersächsische Bund der Steuerzahler. Der Artikel in der Neuen Osnabrücker Zeitung, der das riesige Medienecho ausgelöst hatte, liegt mittlerweile schon drei Monate zurück.

So häufig wie die verschiedenen Sender berichteten, so häufig machten sie in ihren ein bis zwei Minuten langen Filmen auch Fehler. Das gilt auch für die Redaktion von Mario Barth. Über die fünf beleuchteten Gullydeckel im Kreisverkehr heißt es: „Sie sollen als Gesamtkunstwerk durch bunte Lichtsäulen den Autofahrern den Weg weisen.“ Tatsächlich war in Wallenhorst von bunten Lichtsäulen nie die Rede gewesen. Einen solchen Effekt versprachen sich nur die Verantwortlichen in Bad Rothenfelde, wo vor einigen Jahren das Vorbild des Wallenhorster Kreisels entstand – und als Kunstwerk scheiterte, weil sich die Lichtsäulen durch die Beleuchtungsmittel nicht herstellen ließen. Die Gemeinde Wallenhorst kopierte damit schlicht eine gescheiterte Installation, wobei die Rothenfelder Variante von einem Sponsor finanziert wurde, während Wallenhorst 10 000 Euro aus dem Gemeinde-Haushalt investierte.

Als Stadt wurde Wallenhorst in den vorangegangenen fünf Beiträgen allerdings noch nicht bezeichnet – diese Fehlinformation verbreitete allein Mario Barth vor knapp vier Millionen Zuschauern. Über Ratsherr Hans Stallkamp, Initiator des beleuchteten Kreisels, sagte Barth dann im Film: „Und mit der Mehrheit vom Stadtrat im Rücken sieht der Urheber die Kritik gelassen.“ Danach zeigte der Beitrag noch einmal Stallkamps Aussage, die schon bei Stern TV zu sehen war: „Das können wir ertragen, dass der Volksmund kritisch hinterfragt.“

Im Anschluss an den Beitrag sagte Mario Barth über das Zitat des CDU-Gemeinderatsmitgliedes: „Ich finde das ja frech, dass da so Leute stehen und sagen: Ja, ist jeder dagegen, aber – ist ja nicht mein Geld. Höhöhö.“

Daraufhin meldete sich auch noch Barths Gast und RTL-TV-Anwalt Christopher Posch („Ich kämpfe für Ihr Recht“) zu Wort: „Die Frage ist nur, ob der Volksmund vielleicht dem Ratsherrn bei der nächsten Wahl den Denkzettel verpasst.“

Anders als die meisten anderen RTL-Formate ist „Mario Barth deckt auf“ nicht auf „RTL Now“ abrufbar. Ein Video, das ausschließlich den Beitrag über den

Wallenhorster Kreisel zeigt, ist allerdings auf der Internetseite www.dailymotion.com zu sehen. Zu finden ist es dort unter dem Titel „Wallenhorster Glühwürmchen-Kreisel bei

Mario Barth“.

http:// www.dailymotion.com/video/x2b600r_wallenhorster-gluhwurmchen-kreisel-bei-mario-barth_fun


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