Gemeinde kurz vor Entscheidung Carsharing ab Anfang 2015 in Wallenhorst?

Gibt es das Stadtteilauto bald auch in Wallenhorst? Die Gemeinde will ein Carsharing-Angebot etablieren. Foto: Jörn MartensGibt es das Stadtteilauto bald auch in Wallenhorst? Die Gemeinde will ein Carsharing-Angebot etablieren. Foto: Jörn Martens

Wallenhorst. Ab Januar oder Februar könnte es ein Carsharing-Angebot in Wallenhorst geben. Ob die Gemeinde einen Vertrag mit der Osnabrücker Stadtteilauto GmbH abschließt, entscheidet sich bis zur Ratssitzung am 18. Dezember.

Es ist noch fraglich, ob die Gemeinde das Projekt zusammen mit Stadtteilauto durchzieht oder womöglich mit einem anderen Partner. Denn im Ausschuss für Straßen und Verkehr bat Dirk Hagen (CDW, „Christlich, Demokratisch für Wallenhorst“) darum, mit dem Vertragsabschluss noch ein Vierteljahr zu warten. Es gebe Überlegungen in Wallenhorst, ein eigenes Carsharing-Angebot zu etablieren, eventuell unter Beteiligung der Gemeindewerke oder der Energiegenossenschaft, deutete Hagen an. Konkreter wollte er allerdings nicht werden.

Mehr als ein Jahr ist es her, dass SPD, Grüne und Wählergemeinschaft (WWG) beantragt haben, die Möglichkeit eines Carsharing-Angebots zu prüfen. Jetzt steht die Gemeinde kurz vor dem Abschluss eines Vertrages mit der Stadtteilauto GmbH. Orientiert hatten sich die Ratsmitglieder an der Gemeinde Bissendorf. Dort ist das Angebot allerdings nach nur einem Jahr im Mai 2014 wieder eingestellt worden. Es wurde zu wenig genutzt.

Trotzdem will Wallenhorst einen Versuch wagen. Das Kooperationsangebot von Stadtteilauto ist befristet bis Ende dieses Jahres. Die Gemeindeverwaltung soll nun erst prüfen, ob sich das Angebot verlängern lässt, bevor die Entscheidung fällt, ob der Rat noch auf das mögliche Alternativangebot aus Wallenhorst wartet.

Sollte die Gemeinde auf das Stadtteilauto-Angebot eingehen, würde die Firma ein Elektroauto und ein Wagen mit Verbrennungsmotor bereitstellen. Einmalig 12000 Euro müsste die Gemeinde in eine Elektroauto-Ladesäule vor dem Rathaus investieren, 21500 Euro fallen jährlich für den Betrieb an. Damit sich das für die Gemeinde auch rechnet, schlug Rüdiger Mittmann aus der Verwaltung vor, dass auch die Rathausmitarbeiter die Autos nutzen.


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