Immer für Trostsuchende da Wallenhorst: Hospizhelferin Mathilde Hawighorst geehrt

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Wallenhorst. Um die Sache bis zum letzten Moment spannend zu machen, behielt die zehnköpfige Jury aus Vertretern des Wallenhorster öffentlichen Lebens ihre Wahl des Preisträgers bis zum „Tag des Anstoßes“ für sich. Außer ihr wusste nur das engste Organisationsteam in der Gemeindeverwaltung um Klaus Schwegmann, wer es nun werden sollte.

Jury-Mitglied Kornelia Foth fiel diesmal die ehrenvolle Aufgabe zu, den Preisträger – oder die Preisträgerin – vorzustellen. Sie löste die schwierige Aufgabe bravourös, über jemanden zu sprechen und seine Verdienste zu schildern, ohne dessen Namen zu nennen.

Geschickt fügte sie Hinweis an Hinweis, bis schließlich um 21.17 Uhr unter Fanfarenklängen das Geheimnis gelüftet wurde: Mathilde Hawighorst erhielt den „Stein des Anstoßes 2014“.

Die 80 Jahre junge Preisträgerin stammt aus „gut katholischer Familie“, arbeitete ihr ganzes Berufsleben lang als Krankenschwester und wollte im Ruhestand „nicht einfach nur Däumchen vor- und zurückdrehen“, wie sie es ausdrückte.

Sie schloss sich der Ökumenischen Hospizgruppe an und ist seitdem Tag und Nacht für Trostsuchende ansprechbar. Foth schilderte sie als liebenswürdig, bescheiden, lieber im Hintergrund als im Rampenlicht stehend, aber immer dann zur Stelle, wenn Mitmenschen verzweifelt sind. „Sie hört zu, nimmt Sorgen und Nöte ernst und schafft Vertrauen. Sie schwingt dazu keine frommen Sprüche, sie ist einfach da und hält die Schmerzen zusammen mit den Bedrängten aus. Kurzum, sie ist die gute Seele der Hospizarbeit“, schloss Foth, „und mit ihr möchten wir alle ehren, die wie sie im Stillen Gutes tun.“


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