Kunsthandwerker stellen aus Vorweihnachtliches im Heimathaus Hollager Hof

Von Joachim Dierks

Kunst und Hobbymarkt im Heimathaus Hollage am 13.11.2014/ Foto: Hermann PentermannKunst und Hobbymarkt im Heimathaus Hollage am 13.11.2014/ Foto: Hermann Pentermann

Wallenhorst. Wieder einmal öffnet das Hollager Heimathaus von 1656 seine Türen für den stimmungsvollen Kunst- und Hobbymarkt heimischer Künstler und Kunsthandwerker im Voradvent. In einer Feierstunde zur Eröffnung sprach die Kunstmalerin Renate Bodi von den Eigenschaften, die es braucht, um all die kleinen und großen Meisterstücke zu formen. Geduld, diese selten gewordene Gabe, Ausdauer und eine große innere Ruhe strahlten sie allesamt aus, meinte Bodi, der schöpferische Schwung allein reiche nicht, wenn filigrane Meisterschaft gefordert sei.

Wie bei den Schwibbögen des 75-jährigen Hans-Georg Galinke, der in seinem Arbeitsleben Speditionskaufmann war. Bei einem Besuch im Erzgebirge vor 16 Jahren sprang der Funke über. Er fertigt seitdem Schwibbögen aus hellem Birkenholz in Scherenschnitt-Optik. Die indirekte Beleuchtung verleiht den filigranen Kunstwerken einen besonders anheimelnden Touch. Berni Langemeyer ist wieder mit einer reichen Auswahl an Weihnachtskrippen vertreten, die er mit Moos, Heu und allerhand Figuren liebevoll dekoriert hat. Erstmals zeigt er sein Sortiment an handgefertigten Vogelhäuschen.

Verwittertes Holz

Die Keramikerin Hildegard Brömlage präsentiert von Hundertwasser inspirierte Ton-Kunstwerke in neuen Farben, daneben Windlichtkugeln, Seifenschälchen und Gartenstelen. Aus Omas alten Bettbezügen und Spitzen hat sie geschmackvolle Kissen genäht. Angela Kohlbrecher ist die kreative Collage-Künstlerin. Sie findet Steine, verwitterte Holzstücke oder rostige Nägel, nimmt sie mit nach Hause und verarbeitet sie zusammen mit alten Fotos und Stoffen zu farbenfrohen Kompositionen.

Nicole Klausings Werkstoff ist Papier. Sie schneidet und faltet es zu Geschenkschachteln, Lesezeichen und 3-D-Glückwunschkarten. Renate Bodi zeigt Blumen und Landschaften in verschiedenen Techniken, daneben ihre Groß-Skulpturen, die sie aus Alabaster-Gips um eine Grundstruktur aus Draht formt und anschließend bemalt.

Erstmals führte eine Spinnerin ihr Handwerk vor: Elisabeth Menkhaus gab auf dem Nachbau eines historischen Spinnrades Kostproben ihres Könnens. Die von Schäfern erworbene Wolle hat sie eigenhändig gewaschen und kardiert. Nach dem Spinnen verarbeitet sie die Fäden zu Strümpfen und Wollteppichen.

Die Ausstellungseröffnung wurde umrahmt von der Deutsch-Ukrainerin Ninel Potaschnik am Klavier. Auswendig spielte sie klanggewaltige Stücke der modernen Klassik wie etwa Filmmusik zu „Stolz und Vorurteil“. Aus dem Hoffmann-Klavier des Heimathauses holte sie alles und noch mehr heraus.

Der „Kunst- und Hobbymarkt“ im Heimathaus Hollager Hof, Uhlandstr. 20, ist am Samstag von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.