Kabel werden jetzt verlegt Breitband für Hollage-Brockhausen in Arbeit

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Ohne Glasfaseranschluss surfen Internetnutzer im Schneckentempo. Foto: dpaOhne Glasfaseranschluss surfen Internetnutzer im Schneckentempo. Foto: dpa

Wallenhorst. Aus Wochen des Wartens auf schnelleres Internet wurden Monate, doch jetzt tut sich etwas in Hollage-Brockhausen. Im Februar 2014 war angekündigt worden, dass der Wallenhorster Ortsteil ab Ostern einen Breitbandanschluss erhält, dann wurde Sommer daraus – nun endlich werden die Kabel verlegt, teilte der Landkreis Osnabrück mit.

Die Abstimmung zwischen der Landkreis-Tochter Telkos, dem Anbieter Osnatel und den Stadtwerken Osnabrück zogen sich dann offenbar doch länger hin als erwartet. Jetzt rückten die Bagger an.

Anfang dieses Jahres schon hatten Wallenhorsts SPD-Fraktionssprecher Guido Pott und CDU-Ratsfrau Anna Schwegmann – beide sitzen auch im Kreistag – verkündet, dass die Telkos endlich bereit sei, in Brockhausen Breitbandkabel zu verlegen. Der Landkreis hatte die Telkos seinerzeit gegründet, damit das Unternehmen die weißen Flecken auf der Breitbandkarte beseitigt. Das Tochterunternehmen wird da tätig, wo sich die Installation von Breitband für die Telekommunikationsanbieter nicht rentiert. „Der Breitbandausbau in Brockhausen stellte eine besondere Herausforderung dar“, so Telkos-Geschäftsführer Dirk Holtgrewe: Ein von der Gemeinde initiiertes Interessenbekundungsverfahren war ebenso ergebnislos geblieben wie ein Antrag auf EU-Fördermittel beim Land Niedersachsen. Erst durch eine neue Kooperation von Telkos und Stadtwerken Osnabrück würden nun 180 Haushalte schnelles Internet mit bis zu 50 Mbit/s erhalten.

Damit ist aber immer noch nicht ganz Wallenhorst ans schnelle Netz angeschlossen. Außerhalb der Ortszentren geht es mehr oder weniger schleppend voran. Wiederholt hatte sich die Junge Union (JU) in Wallenhorst zu dem Thema zu Wort gemeldet und moniert, dass es „an durchdachter, strategischer Langzeitplanung“ fehle. 100000 Euro hatte die Gemeinde im letzten Haushalt für die Internetversorgung eingestellt. Das Geld, das nicht angepackt wurde, solle in den nächsten Etat geschoben werden, damit dann 200000 Euro zur Verfügung stünden, meint Barbara Bender, CDU-Ratsmitglied und Vorsitzende der Jungen Union in Wallenhorst, und betont: „Wichtig ist, dass bei allen Bauarbeiten die entsprechenden Leerrohre für die Glasfaserkabel gelegt werden.“ Es müsse „mit Weitsicht“ geplant werden, „um doppelte Arbeit und Kosten zu vermeiden“, so Bender. Die JU schlägt zudem vor, statt angedachter teurer Techniken, die Glasfasern direkt ins Haus führen, lieber das sogenannte FTTC („Fibre to the curb“ – Glasfaser bis zum Bordstein) zu fördern. Dabei wird die Glasfaser bis zum grauen Verteilerkasten am Straßenrand verlegt, ab da wird das vorhandene Telefonnetz genutzt. Das sei der „einzig finanzierbare Weg, um bis 2018 die angestrebte flächendeckende Versorgung mit mindestens 25 Mbit/s zu erreichen.“


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