Neue Firmenzentrale Wallenhorster Sanitärgroßhändler Schütte feiert Richtfest

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In jeder Hinsicht eitel Sonnenschein herrschte beim Richtfest für die neue Firmenzentrale des Wallenhorster Sanitärgroßhändlers Schütte. Foto: Klaus LindemannIn jeder Hinsicht eitel Sonnenschein herrschte beim Richtfest für die neue Firmenzentrale des Wallenhorster Sanitärgroßhändlers Schütte. Foto: Klaus Lindemann

Wallenhorst. Lobende Worte für Architekt und Bauhandwerker, die in kurzer Zeit eine neue Firmenzentrale aus dem Boden gestampft haben, gab es reichlich. Aber auch dem Bauherrn Björn Schütte wurde von vielen Seiten anerkennend auf die Schultern geklopft. Darin spiegelten sich Dank und Erleichterung wieder, dass der Sanitärgroßhändler Franz Joseph Schütte GmbH als einer der größten Arbeitgeber und Gewerbesteuerzahler der Gemeinde Wallenhorst die Treue gehalten hat. Auf dem Richtfest herrschte in jeder Hinsicht eitel Sonnenschein.

Noch im Januar 2014 stand auf Messers Schneide, ob Schütte mit dem Neubau nach Bramsche-Engter gehen oder eine Fläche am Hullerweg in Wallenhorst nehmen würde. Einwendungen von Anwohnern des benachbarten Baugebiets „Hof im Hagen“ gegen eine B-Plan-Änderung für das Eckgrundstück Hullerweg/Pollerweg – Schütte sollte eine Gebäudehöhe von 12,8 Metern statt bislang festgesetzter 10 Meter zugestanden werden – ließen dem Vernehmen nach das Pendel eher gegen Wallenhorst ausschlagen, zumal in Engter bis zu 20 Meter hoch gebaut werden darf.

Nach dem noch nicht verschmerzten Abgang von Kaffeepartner nach Osnabrück wäre der Wegzug von Schütte ein weiterer herber Schlag ins Kontor der Gemeindekämmerin gewesen. Rat und Verwaltung setzten alles daran, dem 1976 in Wallenhorst gegründeten Unternehmen die Wege für einen Verbleib zu ebnen. Die Gemeinde kaufte schließlich sogar für 290000 Euro ein Puffergrundstück, das so bepflanzt werden soll, dass der Sichtschutz zwischen Wohnsiedlung und Gewerbebetrieb zusätzlich zu dem vorhandenen Wäldchen noch weiter verbessert wird. Damit ließen sich die Gemüter beruhigen und alle Interessen unter einen Hut bringen.

Ende März fiel die Entscheidung pro Wallenhorst, und dann ging alles ganz schnell. Am 23. Mai begannen die Erdarbeiten. In nur vier Monaten wurde auf dem einschließlich Erweiterungsfläche 4,5 Hektar großen Grundstück der Rohbau der 140 Meter langen und 80 Meter breiten Logistikhalle und des Verwaltungstrakts hochgezogen. Um die anfänglichen Verzögerungen wegen der Standortfrage wettzumachen, hatte das Planungsbüro Krabbe einen sehr eng getakteten Bauzeitenplan aufgestellt. „Wir haben die rechtlich zulässigen Arbeitszeiten bis an die Grenzen ausgereizt, um heute so weit zu sein“, sagte Bauunternehmer Klaus Scholle am Rande des Richtfestes. Durch gute Abstimmung aller Gewerke untereinander sei der „ambitionierte“ Zeitplan eingehalten worden.

Zum Jahresende möchte Firma Schütte einziehen. Björn Schütte bestätigte, dass der Zeitdruck auch damit zusammenhänge, dass ein zur Schütte-Gruppe gehörender Betrieb in Iserlohn aus betriebswirtschaftlichen Gründen zum 30. April 2015 geschlossen werde und dann alle Aktivitäten in Wallenhorst konzentriert würden. Das lässt Schütte sich einen „zweistelligen Millionenbetrag“ kosten. Die Mitarbeiterzahl am Standort Wallenhorst werde durch die Konsolidierung von 50 auf 130 ansteigen.


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