Wo die Mühle klappert Lena Pollmanns Lieblingsplatz ist im Wallenhorster Nettetal

Von Jessica von den Benken

Ihre freie Zeit verbringt Lena Pollmann am liebsten im Nettetal. Foto: von den BenkenIhre freie Zeit verbringt Lena Pollmann am liebsten im Nettetal. Foto: von den Benken

Wallenhorst. Als einen der schönsten Orte in der Umgebung bezeichnet die Wallenhorsterin Lena Pollman das Nettetal in Rulle. „Hier spüre ich nichts vom Trubel der Stadt und kann in der Natur entspannen“, erklärt die 19-Jährige.

Besonders gefalle ihr Knollmeyers Wassermühle mit dem großen Mühlrad direkt an der Nette. Diese Mühle gehört mit zu den ältesten im Bereich von Osnabrück. Besonders wenn die Sonne scheine, genieße sie die Atmosphäre von Licht und Schatten, und das ruhige Plätschern des Wassers habe sie schon als Kind gerne gemocht.

Seit 2012 lebt die junge Frau gemeinsam mit ihrer Familie in Rulle. „Eigentlich bin ich Hollagerin“, betont sie mit einem Lachen, „aber so langsam habe ich mich in Rulle auch eingelebt.“ Geboren in Mettingen, wuchs Pollmann mit ihrer großen Schwester und ihren Eltern in Hollage auf. Das dörfliche Leben in der Gemeinde habe ihr immer gut gefallen, erinnert sie sich und erzählt: „Meine Schwester und ich haben andauernd draußen auf dem Spielplatz am Stephansring gespielt und konnten dort unsere Freiheit genießen.“ Als Jugendliche habe sie später reichlich Zeit mit ihren Freundinnen am Stichkanal verbracht. Gemeinsames Schwimmen im Sommer oder viele lange Spaziergänge habe sie immer herrlich gefunden. Gerne habe sie aber auch einfach nur im Gras am Ufer gesessen. „Dort konnte man sich stundenlang in Ruhe unterhalten, den Blick übers Wasser werfen und die Stille genießen“, erinnert sie sich etwas wehmütig.

Heute, nach dem Umzug der Familie nach Rulle, sei der Platz an der Wassermühle im Nettetal ihr Lieblingsort geworden. „Hier ist es angenehm ruhig, aber auch nie langweilig“, so Pollmann. Die angrenzende Gaststätte Knollmeyers Mühle sei der zentrale Anlaufpunkt für viele Spaziergänger, und auch der nahe liegende Kletterwald sei an Wochenenden gut besucht. „Gerne trinke ich hier im Sommer mit Freunden auf der Terrasse des Lokals einen Kaffee und beobachte das bunte Treiben“, erzählt die junge Frau.

Manchmal jedoch, besonders innerhalb der Woche, sei sie auch froh, wenn es eher beschaulich im Nettetal zugehe. Neben ihrer Arbeit, Pollmann ist im zweiten Ausbildungsjahr zur Bürokauffrau, die sie intensiv in Anspruch nimmt, sei die Freizeit im Nettetal ein guter Ausgleich. „Früher bin ich in Osnabrück-Haste geritten“, sagt sie, „da war ich auch schon immer gerne mit den Pferden hier im Nettetal unterwegs.“ Auf die Frage, ob sie sich vorstellen könne, irgendwo anders zu leben, sagt sie klar: „Nein, momentan überhaupt nicht.“ In Wallenhorst sei es so schön, dass sie mit ihrer eigenen Familie auch gerne hier leben wolle. „Ich kann mir gut vorstellen, später einmal mit meinen Kindern hier an der Nette viel Zeit zu verbringen.“