Faire Wahlverlierer „Kein Ergebnis gegen Stefan Düing, sondern gegen die CDU“

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al/sdo Wallenhorst. Es war wohl für beide einer dieser Momente, in denen sie am liebsten vor Scham im Boden versunken wären. Doch Stefan Düing und Ulrich Belde zeigten Größe in der wahrscheinlich bittersten beruflichen Stunde – und gratulierten als faire Verlierer dem jubelnden Sieger.

Der CDU-Kandidat räumte ein, dass er nach den Prognosen der vergangenen Tage durchaus mit einem Sieg für Otto Steinkamp gerechnet habe. Allerdings: Dieser erdrutschartige Ausgang sei keineswegs zu erwarten gewesen. Düing: „Das ist kein Ergebnis gegen Stefan Düing, sondern gegen die CDU.

Der Ärger hält sich in Grenzen. Ich bin in der Gemeinde bekannter geworden.“ Der Kolping-Diözesansekretär ging prompt zur Tagesordnung über: „Morgen ist Fraktionssitzung. Dann bereiten wir die nächste Ratssitzung vor. Ich werde mich weiter als stellvertretender Fraktionsvorsitzender in die Politik einmischen.“ In den nächsten Tagen werde er mit seinen Parteikollegen ausführlich das Wahlergebnis analysieren. Spätestens am Mittwoch wolle er übrigens wieder als Diözesansekretär an seinen Schreibtisch zurückkehren.

Liveticker zum Nachlesen: Otto Steinkamp wird Bürgermeister in Wallenhorst

Apropos einmischen: Düing kann dann ja nach Kräften an der Einlösung des Versprechens mitarbeiten, das er am Wochenende vielen Ruller Bürgern noch schnell per Flyer in die Briefkästen steckte: „Ich werde die geplante Verschlechterung der Buslinien für 2015 stoppen. Wussten Sie schon, dass Sie ab Februar 2015 in Haste umsteigen müssen, wenn Sie mit dem Bus in die Osnabrücker Innenstadt fahren?“

Nun, und der „Noch-Amtsinhaber“? Wie erwähnt, der blieb fair und artikulierte per Saalmikro sein Statement noch weit vor dem endgültigen Resultat: „Das Ergebnis heute Abend hat mich überrascht. Ich bin sicher, dass die Geschicke der Gemeinde Wallenhorst bei Otto Steinkamp gut aufgehoben sind.“ Nach der Umfrage in dieser Zeitung habe sich ja bereits ein Vorsprung für Steinkamp abgezeichnet. Dass Belde nach diesen Worten schnell das Rathaus verlassen wollte, war verständlich.

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