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28.09.2014, 21:29 Uhr FAST 63 PROZENT FÜR STEINKAMP

Ein klares Votum für den Wechsel in Wallenhorst

Kommentar von Sandra Dorn


Wallenhorst. Fast 63 Prozent – und das für einen auswärtigen Kandidaten. Dass der Osnabrücker Otto Steinkamp im ersten Wahlgang so überdeutlich gewinnt, ist eine Riesenüberraschung.

Die Wallenhorster haben sich mit Steinkamp klar für einen Wechsel entschieden – für einen Verwaltungsfachmann, der mit all den politischen Querelen der vergangenen Jahre nichts zu tun hat und immer wieder betont hat, dass er Bürgermeister für alle sein will.

Abgestraft haben die Wähler sowohl Amtsinhaber Ulrich Belde als auch die Wallenhorster CDU. Nur 18,5 Prozent und damit der letzte Platz für einen Bürgermeister, der 14 Jahre lang im Amt war, ist eine herbe Niederlage für den Sozialdemokraten Belde. Alleine hatte er zuletzt gegen den Rat gekämpft – seine eigene Partei eingeschlossen. Christdemokrat Stefan Düing wiederum hatte nach dem Eiertanz seiner CDU vor der Kandidatenkür schlechte Karten.

Vor Otto Steinkamp liegt nun eine Herkulesaufgabe: Die Gräben zwischen den Fraktionen sind tief, viel Porzellan war in den letzten Jahren zerschlagen worden, viel Vertrauen zerstört. Die Parteien müssen jetzt die Chance nutzen, die sich ihnen mit Steinkamp bietet.


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