Umfrage zur Bürgermeisterwahl Steinkamp liegt im Rennen ums Wallenhorster Rathaus vorne

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Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der NOZ von Anfang September: Der parteilose Otto Steinkamp liegt vorne. Grafik: Neue OZ/Tamara LandwehrDas Ergebnis einer repräsentativen Umfrage der NOZ von Anfang September: Der parteilose Otto Steinkamp liegt vorne. Grafik: Neue OZ/Tamara Landwehr

Wallenhorst. Die Bürgermeisterwahl in Wallenhorst wird sehr wahrscheinlich nicht am 28. September entschieden, sondern in einer Stichwahl am 12. Oktober. Zum Zeitpunkt unserer Umfrage Anfang September lag der parteilose Bürgermeisterkandidat Otto Steinkamp (unterstützt von SPD, Grünen und Wählergemeinschaft) mit knapp 43 Prozent vorne. 30,2 Prozent wollen Ulrich Belde (SPD-Mitglied, aber unabhängig) als Bürgermeister behalten, 27,3 Prozent sind für Stefan Düing (CDU). Doch mehr als jeder fünfte Wahlberechtigte war noch unentschlossen.

Es wäre die erste Stichwahl, seit es in Wallenhorst hauptamtliche Bürgermeister zu küren gibt, die die Gemeinde nicht nur repräsentieren, sondern auch die Verwaltung führen.

„Wen würden Sie wählen, wenn am Sonntag Bürgermeisterwahl wäre?“ Diese Frage stellte das Wallenhorster Meinungsforschungsinstitut „Produkt + Markt“ im Auftrag der NOZ 800 Wahlberechtigten ab 16 Jahren am 4., 5. und 6. September.

Und obwohl fast die Hälfte der Befragten den 51-jährigen Steinkamp zum Zeitpunkt der Umfrage kaum bis gar nicht kannte, liegt er mit mehr als 12 Prozentpunkten vorne. Er hat von allen Kandidaten auch die höchsten Sympathie- und Glaubwürdigkeitswerte zugeschrieben bekommen.

Vor allem bei den 70 Prozent, die sich für die Wahl interessieren, und den 90 Prozent, die eine Wahlbeteiligung als wahrscheinlich angeben, liegt Steinkamp vorne (46,6 beziehungsweise 44,3 Prozent) – bei den weniger Interessierten ist es Belde (44,5 beziehungsweise 56,4 Prozent). Der Amtsinhaber würde also von einer hohen Wahlbeteiligung profitieren.

Am höchsten ist die Zustimmung für Steinkamp bei den Wählern zwischen 36 und 65 Jahren. Auch bei den Frauen liegt er vorne. 46,5 Prozent der Wallenhorsterinnen hätten Anfang September ihr Kreuzchen bei dem Osnabrücker gemacht.

Der 58-jährige Belde liegt tendenziell bei den 16- bis 35-Jährigen fast gleichauf mit dem Landkreis-Jugendamtsleiter Steinkamp. Der langjährige Bürgermeister punktet vor allem bei den Älteren über 65 Jahre – da gewinnt er das Rennen. Am geringsten ist für Belde die Zustimmung der Wallenhorster zwischen 36 und 50 Jahre. In dieser Altersgruppe behauptet der Lechtinger Kolping-Diözesansekretär Stefan Düing Platz zwei. Bei dem 47-Jährigen gibt es übrigens die Tendenz, dass ihn eher die Männer als die Frauen wählen, bei Belde ist das Geschlechterverhältnis ausgewogen.

Spannend ist auch ein Blick auf die einzelnen Ortsteile. Die Ergebnisse für Steinkamp liegen überall über 42 Prozent – bis auf Rulle. Dort wohnt Belde und liegt vorne. Auch bei Düing gibt es eine leichte Tendenz aus seinem eigenen Ortsteil Lechtingen, wenn auch nicht so deutlich. Dort liegt er auf Platz zwei hinter Steinkamp.

Wenig überraschend: Die höchste Zustimmung hat der Christdemokrat Düing tendenziell bei den Wählern, die eine Präferenz für seine Partei CDU haben, Steinkamp, den die SPD unterstützt, punktet vor allem bei den SPD-Anhängern, auch für SPD-Mitglied Belde sprechen sich tendenziell eher SPD- als CDU-Anhänger aus.


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