Umfrage zur Bürgermeisterwahl Welcher Kandidat kann was? Wallenhorster unsicher

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Wallenhorst. Die Wallenhorster Wahlberechtigten sind der Meinung, dass Ulrich Belde (unabhängig) als Bürgermeister die Gemeinde am besten repräsentieren kann. Wenn es jedoch darum geht, Wallenhorst voranzubringen und schlichtend im Rat aufzutreten, sehen sie den Auswärtigen Otto Steinkamp (parteilos, unterstützt von SPD, Grünen und WWG) vorne. CDU-Kandidat Stefan Düing trauen die Wahlberechtigten in fast allen Fragen am wenigsten zu. Allerdings ist auch die Unsicherheit groß. Ein Viertel bis mehr als ein Drittel antworteten: „Weiß nicht.“

Am 28. September dürfen die Wallenhorster ab 16 Jahren ihr Kreuz bei einem der drei Kandidaten machen und bestimmen, wer für die nächsten sieben Jahre Bürgermeister wird. Im Auftrag unserer Zeitung wurden 800 Wahlberechtigte Anfang September telefonisch zur Bürgermeisterwahl befragt . Durchgeführt hat die repräsentative Umfrage das Meinungsforschungsinstitut „Produkt + Markt“.

Am bekanntesten ist Belde, die höchsten Sympathie- und Glaubwürdigkeitswerte hatte zum Zeitpunkt der Umfrage aber der Unbekannteste: der Osnabrücker Otto Steinkamp, der beim Landkreis den Fachdienst Jugend leitet. Der Lechtinger CDU-Ratsherr Stefan Düing liegt in der Mitte.

Doch was konkret trauen die Wähler ihren Kandidaten zu? Wir haben nach bestimmten Fähigkeiten gefragt. Das deutlichste Ergebnis kam beim Punkt Repräsentation der Gemeinde heraus. Für 44 Prozent der Wahlberechtigten ist klar: Das kann der langjährige Amtsinhaber am besten. Bei dieser Frage war auch die Zahl der Ratlosen am geringsten. Nur 22,5 Prozent sagten „weiß nicht“.

Auch bei der Themenkompetenz sehen die Wahlberechtigten Amtsinhaber Belde vorne (21,7 Prozent), dicht gefolgt von Steinkamp (20,6 Prozent). Das Blatt wendet sich bei der Frage, wer die besten Ideen hat, Wallenhorst voranzubringen. Da liegt deutlich Steinkamp vorne (22 Prozent) – und Repräsentant Belde auf dem letzten Platz (14,8 Prozent), noch hinter Stefan Düing (18,6 Prozent), der sonst bei allen anderen Punkten hinten liegt.

Interessant wird es auch, wenn man das angespannte politische Klima in Wallenhorst betrachtet – ein Thema, das fast jeden fünften Wahlberechtigten bewegt, wie eine offene Frage am Ende der Umfrage ergab. Die Rahmenbedingungen sind bekannt: Die Wallenhorster Ratspolitiker wollen bis auf Linke-Vertreter Michael Riemann nicht länger mit Ulrich Belde zusammenarbeiten und haben auch das Vertrauen in ihn verloren.

Trotzdem meinen 21,9 Prozent der Wahlberechtigten, dass Belde seine eigenen Ideen von allen drei Kandidaten am besten im Gemeinderat durchsetzen kann, Steinkamp kommt nur auf 16,8 und Düing auf 13,7 Prozent. Und wie sieht es mit der Fähigkeit aus, im Rat moderierend, ausgleichend und schlichtend aufzutreten? Da hat Steinkamp wieder knapp die Nase vorne. 20,3 Prozent trauen dies dem Osnabrücker am ehesten zu, 18,6 Prozent Belde, 13,4 Prozent Düing.

Bei der Eigenschaft „Macht keine leeren Versprechungen“ ist die Unentschlossenheit der Wähler am größten. 44,4 Prozent hatten dazu keine Meinung, auch beim Punkt „Erhalt und Schaffen von Arbeitsplatz“ ist die Unsicherheit mit 41,1 sehr groß.


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