Ersatz für gestohlene Kupferfigur gesucht Ratlosigkeit nach Diebstahl im Wallenhorster Kindergarten

Von Jessica von den Benken

Verschwunden ist die Skulptur des kleinen Tobias. Kindergartenkinder und Leiter Patrick Huesmann können den Diebstahl nicht verstehen. Foto: Jessica von den BenkenVerschwunden ist die Skulptur des kleinen Tobias. Kindergartenkinder und Leiter Patrick Huesmann können den Diebstahl nicht verstehen. Foto: Jessica von den Benken

Wallenhorst. Das Bild, was sich vor dem St.-Raphael-Kindergarten in Wallenhorst zeigt, ist traurig. Der Schutzpatron und Namensgeber der Einrichtung, der Erzengel St. Raphael, hängt in Kupfer gegossen an der Außenwand des Gebäudes. Sein Flügel ist zum Schutz ausgestreckt. Doch schützen kann der Erzengel an dieser Stelle niemanden mehr.

Seit der Eröffnung des Kindergartens 1967 begleitet das handgemachte Kunstwerk Kinder und Erzieher der Einrichtung. Zur Eröffnung sei es eigens entworfen und hergestellt worden, hebt Kindergartenleiter Patrick Huesmann hervor. „Wir sind wirklich betroffen und können uns den Diebstahl kaum erklären“, sagt er und fügt hinzu: „Für uns und besonders für unsere Kinder hat die Figur eine starke Bedeutung, einen ideellen Wert.“ Dieser übersteige bei Weitem den Materialwert, den Huesmann als eher gering einschätze. Er stehe nun vor dem Problem, einen Ersatz für die gestohlene Figur des kleinen Tobias zu finden. Ansonsten müsse er die komplette Wand des vor geraumer Zeit erst renovierten Anbaus neu gestalten.

„Wenn die Skulptur nicht wiederauftaucht oder wir jemanden finden, der uns den kleinen Tobias nachbauen kann, kommen ordentliche Kosten auf den Kindergarten zu“, betont Huesmann. Die Kindergartenkinder sind ebenfalls traurig, über den leeren Platz unter der schützenden Hand, an dem man noch genau den knapp einen Meter großen Abdruck des kleinen Jungen erkennen kann.