Repräsentative Umfrage Wer wird Bürgermeister von Wallenhorst?

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Wallenhorst rathausWallenhorst rathaus

Wallenhorst. Bleibt alles beim Alten, oder wollen die Wallenhorster einen Neuanfang? Es ist seit Monaten die Frage aller Fragen in der Gemeinde: Wer wird bei der Bürgermeisterwahl am 28. September das Rennen um den Chefsessel im Rathaus gewinnen? Amtsinhaber Ulrich Belde (parteilos), Stefan Düing (CDU) oder Otto Steinkamp (parteilos, unterstützt von SPD, Grünen und Wählergemeinschaft)? In einer repräsentativen Umfrage hat die NOZ die Sonntagsfrage gestellt und die politische Stimmungslage erforscht.

800 wahlberechtigte Bürger ab 16 Jahren wurden am 4., 5. und 6. September nach Zufallsauswahl telefonisch interviewt. Damit ist die Umfrage repräsentativ, sprich es lassen sich detaillierte Rückschlüsse auf die gesamte Gemeinde fassen – wenn auch als Momentaufnahme.

Durchgeführt hat die Befragung das Wallenhorster Meinungsforschungsinstitut „Produkt + Markt“, so wie schon vor der Wahl zum Osnabrücker Oberbürgermeister vor einem Jahr. Damals wurden 1002 Wahlberechtigte in der Stadt befragt – und das Ergebnis der Umfrage lag nahe am tatsächlichen. Es kam wie prognostiziert zur Stichwahl. Wolfgang Griesert (CDU) gewann im ersten Wahlgang mit 46,4 Prozent der Stimmen (Prognose: 42,6) vor Birgit Bornemann (SPD) mit 33,6 Prozent (Prognose: 35,2).

In Wallenhorst ist die Ausgangssituation in diesem Jahr eine außergewöhnliche : Nach 14 Jahren im Amt hat Belde fast jegliche Unterstützung im Gemeinderat verloren, sogar die seiner eigenen Partei SPD. Lediglich Michael Riemann, einziges Ratsmitglied der Partei Die Linke, steht noch hinter dem 58-jährigen Ruller.

Erschwerend hinzu kommt, dass die Fraktionen im Rat auch untereinander zerstritten sind. Ursprünglich wollten sie einen gemeinsamen Kandidaten gegen Belde ins Rennen schicken, suchten ihn sogar per Stellenanzeige. Es kam anders. Die CDU entschied sich gegen eine Unterstützung des Osnabrückers Otto Steinkamp (51), der sich auf die Anzeige hin beworben hatte, und nominierte ihren Ratsherrn und Kolping-
Diözesansekretär Stefan Düing (47) aus Lechtingen. Hinter dem Landkreis-Jugendamtsleiter Steinkamp steht die Mehrheitskooperation aus SPD, Grünen und WWG.

Doch wie kommt all das bei den Wählern an? Stehen sie hinter Belde, oder wollen auch sie einen Wechsel an der Rathausspitze? Was trauen sie den Parteien in Wallenhorst zu? Welche sind für sie die wichtigsten Themen? Was erwarten sie von den Kandidaten? Halten sie sie für glaubwürdig? Wie sieht es mit den Sympathiewerten und dem Bekanntheitsgrad der drei Herren aus? Gibt es Unterschiede in den vier Ortsteilen Wallenhorst, Hollage, Rulle und Lechtingen? Und wie groß ist überhaupt das Interesse an der Wahl?

Stichwahl?

In den kommenden Tagen werden wir in einer Serie die Ergebnisse exklusiv präsentieren. Wer laut Umfrageergebnis vorne liegt, verraten wir in einer Woche. Dann wird sich auch zeigen, ob eine Stichwahl am 12. Oktober realistisch ist oder einer der drei Kandidaten schon im ersten Wahlgang am 28. September mehr als die Hälfte der Wählerstimmen gewinnen kann. Die neue Amtsperiode des Wallenhorster Verwaltungschefs beginnt am 1. November 2014 und dauert sieben Jahre.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN