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26.08.2014, 19:03 Uhr STEUERZAHLERBUND AUF DEM PLAN

Pannengemeinde Wallenhorst

Kommentar von Sandra Dorn

Pleiten, Pech und Pannen: Die Serie in Wallenhorst reißt nicht ab. Foto: Hendrik SteinkuhlPleiten, Pech und Pannen: Die Serie in Wallenhorst reißt nicht ab. Foto: Hendrik Steinkuhl

Wallenhorst. Peinlich – das Wort fällt allzu oft, wenn von Wallenhorst die Rede ist.

Erst kürzlich musste eine extra fürs geplante „Arkaden-Center“ angelegte Straße wieder zurückgebaut werden, weil der Bau des Einkaufszentrums floppt. Jetzt werden die Ratsmitglieder zu Recht ausgelacht für fünf mickrig beleuchtete Gullydeckel, die sie als Illumination in einem Kreisel haben wollten.

Zerstrittene Parteien und ein Bürgermeister, den bis auf ein einsames linkes Ratsmitglied keiner der Kommunalpolitiker mehr will: Die berüchtigten „Wallenhorster Verhältnisse“ mögen Spötter amüsieren, doch aus Steuerzahlersicht hört der Spaß auf.

2011 war der Steuerzahlerbund wegen eines missratenen Grundstücksgeschäfts zuletzt aufmerksam geworden auf die Gemeinde. Damals stand Bürgermeister Ulrich Belde in der Kritik, diesmal ist es der Rat – denn Belde enthielt sich als Einziger bei der Leuchtkreisel-Abstimmung.

Das könnte ihm bei der Bürgermeisterwahl am 28. September in die Karten spielen, doch die Pannenserie in seiner Gemeinde zieht sich über viele Jahre hin.

Egal, wie das Ergebnis der Wahl ausfällt – wenn sich die Kommunalpolitiker nicht langsam zusammenraufen, sind die nächsten Pannen programmiert.


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