Konzert im Mühlengarten Metusa begeistert mit Rock in Lechtingen

Von Stefanie Preuin

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Sie heizen ordentlich ein: Die Band Metusa sorgte mit Folk, Rock und Mittelaltermusik beim dritten Konzert im Mühlengarten in Lechtingen für gute Stimmung.Foto: Stefanie PreuinSie heizen ordentlich ein: Die Band Metusa sorgte mit Folk, Rock und Mittelaltermusik beim dritten Konzert im Mühlengarten in Lechtingen für gute Stimmung.Foto: Stefanie Preuin

Wallenhorst. Das Kettenhemd rasselt und eine Ballade klingt hoch zur Lechtinger Mühle. Die Stimmung ist ausgelassen: Eine beschwingte Meute entert die Bühne, die Zuschauer johlen, und eine Omi tanzt mit dem „Metalhead“. Das dritte Konzert im Mühlengarten, bei dem Metusa und Happy Feet mit Folk, Rock und Mittelalter-Musik richtig einheizten, lockte am Wochenende viele Zuschauer.

Auch Kostümierte tummelten sich im Garten. Piraten plauschten mit Rittern im Kettenhemd. Senioren aus der Nachbarschaft picknickten neben Metal-Fans. Alle waren gekommen, um zunächst die Band „Happy Feet“ zu sehen. Louise Gillman und Michael Schwiening spielten Lieder aus der Bretagne, Kanada, aus der ganzen Welt. Sie forderten das Publikum auf, Autogeräusche und Kindergeschrei zu imitieren. „Wir sind Straßenmusiker, so können wir am besten spielen“, erklärte Schwiening. Ein Ohrenschmaus folgte, Louise Gillman beherrschte die Geige wie Michael Schwiening die Gitarre. Ergreifende Mittelalter-Balladen wechselten sich mit irischen Klängen ab. „Wir spielen traditionelle Melodien, rockige Klänge und freche Liedermacherei“, sagte Schwiening nach dem Auftritt.

Eher ruhig ging es beim Auftritt der zwei Musiker noch zu, das Publikum saß gemütlich im Gras oder auf Bierzeltgarnituren. „Wir sind zum dritten Mal hier. Unsere Freunde haben wir mitgeschleppt“, so Hans Werner Jastram aus Wallenhorst. Sie seien wegen der außergewöhnlichen Show von Metusa gekommen, erzählte seine Frau Helga. Auf diese mussten sie nicht lange warten. Frontmann Domenicus stimmte die Mittelalter-Gemeinde vorab schon einmal ein: „Dieses Rumgesitze hat gleich ein Ende.“ Die Fans und Metusa-Entdecker folgten dem Ruf des Musikers. Metusa besangen Weltenwanderer, Männer mit Bärten und junge, tanzende Damen, dazu zeigten sie ihr volles Können an Dudelsack, Nyckelharpa und Flöten aller Größe und Art.

„Hier herrscht eine familiäre Atmosphäre, jeder ist willkommen“, freut sich Nina Spallek, die aus dem Ruhrgebiet angereist war. Organisatorin Jutta Albers, die selbst in der Szene unterwegs ist, hat zusammen mit ihrem Mann Franz-Josef Metusa zum dritten Mal nach Lechtingen geholt . Bei einem Besuch der Band in der Mühle war klar: Hier müssen wir was auf die Bühne bringen. „Wir möchten den Menschen die Musikrichtung nahebringen, bodenständig und für die ganze Familie soll das Konzert sein“, so Jutta Albers. Das ist gelungen.


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