Keine Alternative für Busbahnhof Arkaden-Center Neues Wallenhorster Buskonzept ab Februar 2015

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Das neue Buskonzept erschließt das Gewerbegebiet besser. Dafür gibt es in Zeiten geringer Auslastung aber auch nur noch zwei statt drei Fahrten pro Stunde von Wallenhorst nach Osnabrück. Deshalb ist das Konzept nicht unumstritten. Foto: MartensDas neue Buskonzept erschließt das Gewerbegebiet besser. Dafür gibt es in Zeiten geringer Auslastung aber auch nur noch zwei statt drei Fahrten pro Stunde von Wallenhorst nach Osnabrück. Deshalb ist das Konzept nicht unumstritten. Foto: Martens

Wallenhorst. Das neue Buskonzept soll den Wallenhorstern ab Februar 2015 einen übersichtlicheren Fahrplan bieten und das Gewerbegebiet im Bereich der Bereich der Borsigstraße, Zeppelinstraße und Otto-Lilienthalstraße besser erschließen. Eine Alternative für den geplanten zentralen Busbahnhof Arkaden-Center gibt es noch nicht.

Der SPD-Fraktionschef im Gemeinderat Guido Pott kommentiert: „Die Verwaltung arbeitet zurzeit gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben an Alternativen. Nur wenn die Frage des zentralen Busbahnhofes überzeugend gelöst werden kann, macht die Umsetzung dieses Konzeptes Sinn.“ Rüdiger Mittmann von der Gemeinde Wallenhorst prognostizierte, dass die neue zentrale Bushaltestelle „in jedem Fall ein Provisorium sein wird. Ein solches Provisorium könnte unter anderen an der Großen Straße, aber auch an der Niedersachsenstraße gelegen sein“.

Pott rechtfertigt das neue Buskonzept mit aktuellen Fahrgasterhebungen, die gezeigt hätten, dass zu bestimmten Schwachlastzeiten, Busse ohne oder mit nur wenig Fahrgästen unterwegs seien. Gleichzeitig forderten etwa der Seniorenbeirat oder Gewerbetreibende, die einzelnen Ortsteile besser miteinander zu verbinden und das Gewerbegebiet für Arbeitnehmer besser zu erschließen. Diesen Forderungen trage das neue Konzept Rechnung. Wichtig sei, dass eine durchgehende Verbindung auf den Hauptachsen Hollage - Osnabrück und Wallenhorst - Osnabrück gewährleistet bleibe. Zwischen Rulle und Osnabrück würde die Fahrzeit sogar verkürzt.

Ein Manko des neuen Konzeptes ist, dass es auf der Hauptachse Wallenhorst-Lechtingen-Osnabrück-Mitte statt zurzeit drei Fahrten künftig nur noch zwei Fahrten pro Stunde geben wird. Der Abteilungsleiter Planung Bus bei der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (PlaNOS), Harald Schulte, erklärt dazu: „Auf der Achse gibt es zwar im Regelfall drei Fahrten pro Stunde, es besteht aber zumindest von Osnabrück in Richtung Wallenhorst kein 20-Minuten-Takt.“ Der Vorteil an dem neuen 30-Minuten-Takt sei, dass die Kunden ihn sich besser merken könnten. Nicht betroffen von der Änderung seien die derzeit schon voll besetzten Busse der Hauptverkehrszeiten inklusive des Schülerverkehrs. Die Linie 585 bleibe im geplanten Konzept unverändert. Betroffen seien jedoch auch die beiden Osnabrücker Haltestellen Auf dem Klee und Oldenburger Landstraße/FH. Schulte verwies aber darauf, dass sowohl der Wohnbereich Haste als auch der Haster Standort der Hochschule mit der Linie 41 über eine alternative Busanbindung verfüge. Diese werde durch die Änderungen „zuverlässiger in ihrer Pünktlichkeit“, so Schulte.

Die PlaNOS habe das Ziel, die heute bestehenden Unzulänglichkeiten zu beheben und zugleich „die finanzielle Beteiligung der Gemeinde Wallenhorst auf dem bisherigen Niveau zu halten“. Laut SPD-Fraktionschef Pott liegt die Beteiligung der Gemeinde bei 234000 Euro pro Jahr. Schulte räumte ein, dass die Siedlung Hollage-Ost ihre umstiegsfreie direkte Busverbindung nach Osnabrück in Zeiten mit geringer Auslastung verliere. Dann werde ein Umstieg in Hollage-West (Hollage-Zentrum) oder in Wallenhorst erforderlich. Dafür verbesserten sich aber die Möglichkeiten in Hollage-Ost auf vier Verbindungen pro Stunde. Für Rulle gelte das gleiche wie für Hollage-Ost. In Hauptverkehrszeiten bleibe alles bei den bisherigen Verbindungen. In Zeiten mit schwacher Auslastung müsse voraussichtlich in Osnabrück am Eberleplatz umgestiegen werden. Außerdem soll in Zeiten schwacher Nachfrage eine Voranmeldung (per Anruf oder elektronisch) eingeführt werden. Der Lotter Bahnhof Halen soll nach einem Beschluss des Rates nicht an das Busnetz angeschlossen werden.

Der Chef der CDU-Fraktion im Wallenhorster Rat, Clemens Lammerskitten, kritisierte das neue Buskonzept: „Am sinnvollsten ist das heutige Konzept.“ Die PlaNOS mache keine eindeutige Aussage dazu, was eine Hauptverkehrs- und eine Schwachlastzeit sei. Sein Resümee: „Ein verlässliches System, das sich der Bürger gut merken kann, wird zerhackt.“


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