Baubeginn an der Großen Straße Sechs Wochen dreht sich in Wallenhorst alles um einen Kreisel

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Baustelle an der Großen Straße: Planer Hans Tovar (rechts) erläutert Bürgermeister Ulrich Belde (links) den Plan zum neuen Kreisel am südlichen Ende der Großen Straße. Franz Diekmann von der Straßen- und Tiefbaufirma Dallmann hat keine Bedenken, dass der Kreisel nicht Ende Juni fertig ist. Foto: Stefan BuchholzBaustelle an der Großen Straße: Planer Hans Tovar (rechts) erläutert Bürgermeister Ulrich Belde (links) den Plan zum neuen Kreisel am südlichen Ende der Großen Straße. Franz Diekmann von der Straßen- und Tiefbaufirma Dallmann hat keine Bedenken, dass der Kreisel nicht Ende Juni fertig ist. Foto: Stefan Buchholz

Wallenhorst. Es bebt, qualmt, riecht und vor allem ist es richtig laut. Und so bleibt es für die nächsten Wochen noch. Jetzt begannen die Bauarbeiten zum Wallenhorster Kreisel an der Kreuzung Große Straße, Boerskamp, Lechtinger Weg und Ruller Straße.

Während im Hintergrund die Fräse den Asphalt aufreißt und ihn schottergerecht via Förderband auf einen Laster verfrachtet, erklärt Bürgermeister Ulrich Belde, was hier geschieht. „In diesem Bereich findet die Sanierung der Großen Straße nun einen Abschluss. Es entsteht ein Minikreisel von 24 Metern Durchmesser.“ Zunächst werde es wegen der Bauarbeiten eine dreiwöchige Sperrung der Einfahrt in die Große Straße aus südlicher Richtung geben. Anschließend werde die Einfahrt in den Lechtinger Kirchweg im selben Zeitraum nicht befahrbar sein. „Die ampelgesteuerte Durchfahrt von der Ruller Straße in Richtung Broerskamp bleibe aber einschließlich der Gegenrichtung während der gesamten Bauzeit möglich“, so Belde.

Auch wenn er persönlich nicht dafür gewesen sei, sei es politisch gewollt, dass der Kreisel farbig gestaltet werde. In Rot, grün, blau sowie weiß und gelb sollen LEDs das Verkehrsleitsystem leuchten lassen. Der Bürgermeister bezifferte die gesamten Baukosten auf 200000 Euro, die aus Sanierungsmitteln entnommen würden. Die Arbeiten bedeuteten nach der Sanierung der Großen Straße erneut eine Herausforderung für die Anwohner, erwähnte Belde.

Tankstelle erreichbar

Dem kann Marcus Reineck, Pächter der Tankstelle, nur zustimmen. Er befürchtet bis Ende Juni Einnahmeverluste. „Gestern hatte ich schon 50 Prozent weniger.“ Und da stellten die Mitarbeiter der beauftragten Straßen- und Tiefbaufirma Dallmann nur die Absperrungen auf. Reineck hofft, dass seine Kunden nun den Weg über die Karlsstraße zu ihm finden. „Die Tankstelle ist weiterhin erreichbar“, betont er.

Den Kreisel wollte Bernd Barkey. „Und die anderen Anwohner hier“, sagt der Eigentümer des Grundstücks, auf dem die Tankstelle steht. Das habe man aus Gründen des verbesserten Verkehrsflusses an den Rat herangetragen. Die Ampeln an der Kreuzung hätten nur immer zum Stillstand geführt, meint Barkey.

Nun soll ein befahrbarer Kreisel entstehen, erklärt Hans Tovar vom gleichnamigen Ingenieursbüro. Auf dem Plan zeigt er Bürgermeister Belde und anderen Beteiligten Details. Der Kreisel soll auch auf der Mittelinsel überfahrbar sein. Das sei günstiger für die großen Lkw . Und, so Tovar: Die Radfahrer werden nicht auf einem separaten Streifen um den Kreisel, sondern gleichberechtigt entlang der Kraftfahrzeuge geführt. „Das ist die sicherste Variante, weil sie von einem Seitenstreifen aus eindeutig schlechter wahrgenommen würden“, will der Planer aus Untersuchungen wissen. Dem stimmt auch Dallmann-Geschäftsführer Franz Diekmann zu. Er habe darüber hinaus keine Bedenken, dass der Kreisel nicht Ende Juni fertig ist, sagt er.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN