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Neuer Vorsitzender: Arno Weerd löst Erich Goer ab – Gemeinde-Unterstützung im Fokus Generationswechsel im Ruller Haus

Von Hendrik Steinkuhl

Personalwechsel im Ruller Haus (von links): Arno Weerd (neuer Vorsitzender), Gerda Fleddermann (neues Vorstandsmitglied), Brigitte Weerd (übernimmt Teile der Geschäftsführung) und der Ehrenvorsitzende Erich Goer. Foto: Hendrik SteinkuhlPersonalwechsel im Ruller Haus (von links): Arno Weerd (neuer Vorsitzender), Gerda Fleddermann (neues Vorstandsmitglied), Brigitte Weerd (übernimmt Teile der Geschäftsführung) und der Ehrenvorsitzende Erich Goer. Foto: Hendrik Steinkuhl

Wallenhorst. Nach zwölf Jahren an der Spitze hat der Vater des Ruller Hauses nun einen Nachfolger gefunden: Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wählte der Kulturverein einstimmig Arno Weerd zum Nachfolger von Erich Goer. Dessen Wunsch, dass sich die Leitung des Ruller Hauses verjüngt, geht damit in Erfüllung.

„Ich war sehr erfreut, als Erich Goer von einem Generationswechsel gesprochen hat. Das wird mir mit meinen 49 Jahren so oft auch nicht mehr passieren“, sagte Arno Weerd direkt zu Beginn seiner Antrittsrede. Der neue Vorsitzende des Ruller Hauses bat um Verständnis dafür, dass er seine Rede vom Blatt las: „Dann erzähle ich nicht mehr, als hier steht, und vergesse auch nichts Wichtiges.“

Zunächst stellte sich Arno Weerd vor. Der 49-jährige Finanzwirt stammt gebürtig aus Uelsen in der Grafschaft Bentheim. „Daher kommt auch mein rollendes R.“ Weerd hat Betriebswirtschaft studiert und ist vor acht Jahren zusammen mit seiner Familie auf den Ruller Esch gezogen, „wo wir uns sehr wohlfühlen“.

Eine detaillierte Stellungnahme zu Plänen des Ruller Hauses wollte Weerd noch nicht abgeben. „Das hole ich aber bei der nächsten Sitzung nach.“ Die wichtigsten Ziele seiner Arbeit nannte der 49-Jährige aber bereits in seiner Antrittsrede: „Die Bürger aus Rulle und Wallenhorst sollen noch mehr beteiligt werden.“ Konkret wünsche er dem Ruller Haus mehr Besucher aus der Gemeinde. „Und wer einmal hier war, der kommt auch wieder.“ Außerdem soll nach der Vorstellung des neuen Vorsitzenden die Mitgliederzahl des Vereins wachsen. Er sei froh, so Weerd weiter, dass er im vergangenen Jahr für die CDU politisch aktiv gewesen sei. So wisse er, wie er den einen oder anderen zu nehmen habe, wenn es demnächst in Gespräche gehe.

Damit bezog sich Weerd auf die Worte seines Vorgängers Erich Goer. Der hatte in seinem letzten Vorstandsbericht eine gute Nachricht verkündet: Niedersachsens Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Johanna Wanka, habe dem Ruller Haus weitere finanzielle Hilfe des Landes in Aussicht gestellt. Zuvor müsse allerdings noch die Kommune überzeugt werden: „Wenn es keine Aussicht gibt, Geld von der Gemeinde zu bekommen, werden wir auch keine Landesmittel erhalten“, sagte Goer.

Die anwesenden CDU-Ratsherren Hans Stallkamp und Alfred Lindner sicherten Goer ihre Unterstützung zu. Lindner dankte anschließend Erich Goer für seine Arbeit im Ruller Haus: „Eine Persönlichkeit wie Erich Goer hat viel bewegt. Ich danke dir im Namen der Gemeinde.“ Lindner lobte Goer auch für seinen Umgang mit manchen Kritikern: „Wer gut ist, der hat immer auch Neider.“

Die Mitgliederversammlung brachte noch weitere personelle Änderungen. Der bisherige Geschäftsführer Clemens Brunsen gibt sein Amt ab, seine Aufgaben teilen sich in Zukunft Antonius Thimm und Brigitte Weerd, die Frau des neuen Vorsitzenden Arno Weerd. Mit der einstimmig gewählten Gerda Fleddermann bekommt der Vorstand des Kulturvereins ein weiteres Mitglied.

Stellvertreter gesucht

Offen ist derzeit noch der Posten des stellvertretenden Vorsitzenden. Arno Weerd bat diesbezüglich um Geduld. Er sei in Gesprächen mit aussichtsreichen Kandidaten und wolle auf der nächsten Sitzung einen Stellvertreter präsentieren. Mit einem Lächeln sagte der neue Vorsitzende: „Ich werde mir auch erlauben, mir da jemanden ein wenig auszusuchen, mit dem ich gerne zusammenarbeiten möchte.“