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Carsharing erwünscht Wallenhorst will bei Stadtteilauto mitmachen

Die Zahl der Ladestationen für Stadtteilautos wächst – so langsam auch im Speckgürtel Osnabrücks. Foto: Jörn MartensDie Zahl der Ladestationen für Stadtteilautos wächst – so langsam auch im Speckgürtel Osnabrücks. Foto: Jörn Martens

Wallenhorst. Carsharing wird immer beliebter. Auch Wallenhorster sollen künftig die Möglichkeit haben, Autos zu fahren, ohne sie zu besitzen. Die Gemeinde will einen Parkplatz für die gemeinschaftlich genutzten Osnabrücker Stadtteilautos einrichten.

Einen kleinen Wettstreit boten sich die Wallenhorster Kommunalpolitiker in der jüngsten Energieausschusssitzung in der Frage, wer die Idee zuerst hatte: Schriftlich hat die Kooperation aus SPD, Grünen und Wählergemeinschaft im November beantragt, dass die Gemeindeverwaltung einen Kooperationsvertrag mit der Stadtteilauto OS GmbH aushandeln soll. „Wir haben uns sehr gefreut, dass die Kooperation den Antrag, den Hans Stallkamp (CDU) hier mal mündlich vorgeschlagen hat, schriftlich eingereicht hat“, stichelte CDU-Ratsherr Dennis Schratz ein wenig. „Wir hatten 2013 schon auf eigene Initiative mit dem Stadtteilauto verhandelt“, warf Rüdiger Mittmann aus der Gemeindeverwaltung später dezent ein.

Wer auch immer Initiator gewesen sein mag: Kommen soll es, das Carsharing – da sind sich alle einig. Zwei Stellplätze, einer für ein Elektroauto und einer für einen Benziner, würden ausreichen, habe die Stadtteilauto GmbH schon signalisiert, sagte Mittmann.

Schon jetzt sieht man immer mal wieder Stadtteilautos durch die Straßen der Gemeinde düsen. Ausgeliehen und aufgeladen werden können sie allerdings nur in der Stadt Osnabrück oder in teilnehmenden Gemeinden wie etwa Bissendorf. Dort wurde am Rathaus im Oktober der erste Stadtteilauto-Standort im ländlichen Speckgürtel Osnabrücks eingerichtet.

Keine Fixkosten

Der Vorteil für die Nutzer des Stadtteilautos: Für sie fallen keine Fixkosten wie Versicherung und Jahresinspektion an. Sie zahlen eine Aufnahmegebühr von 79 Euro, einen Monatsbeitrag von 5 Euro und dann nach Stunden und Kilometern die individuelle Nutzung.

Ursprünglich hatte die Wallenhorster Verwaltung die Idee, einen Standort am geplanten Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an der Niedersachsenstraße einzurichten. Der ZOB liegt bekanntlich wegen des Arkaden-Center-Debakels auf Eis. Nun schlug Rüdiger Mittmann als Standort die Tiefgarage unter dem Rathaus vor – konnte für diese Idee aber keine Anhänger gewinnen. „Wäre nicht ein Platz direkt vor dem Rathaus und für alle gut sichtbar besser?“, fragte Hubert Pohlmann von der SPD-Fraktion. Da befindet sich allerdings schon der Behindertenparkplatz der Gemeinde, wandte Mittmann ein. Eine Erweiterung der Stellfläche würde einige Tausend Euro kosten. Denkbar wäre stattdessen der Parkplatz neben dem Rathaus – also in der Einfahrt zur Tiefgarage, der allerdings ein wenig verborgen liegt. Die Verwaltung soll nun einige Alternativstandorte prüfen.

Der Energieversorger RWE sponsort derzeit übrigens eine Elektroauto-Ladestation in der Tiefgarage. Zurzeit darf die Gemeindeverwaltung verschiedene Autos testen. Das ist eine der vielen Sponsoring-Aktionen von RWE. Das Unternehmen geht in letzter Zeit verstärkt in die Werbe-Offensive, schließlich steht nicht nur in Wallenhorst, sondern in vielen umliegenden Gemeinden demnächst eine Neuvergabe der Konzessionen für die Strom- und Gasnetze an.

„Das ist ein Angebot zum Kennenlernen“, beantwortete der Umweltbeauftragte der Gemeinde, Udo Stangier, eine entsprechende Frage von SPD-Fraktionschef Guido Pott zur RWE-Ladestation.

Rathaus soll mitmachen

CDU-Fraktionschef Clemens Lammerskitten plädierte dafür, dass die Gemeindeverwaltung ein Konzept zur Nutzung von Carsharing durch das Rathaus erstellen soll. „Wir glauben, dass wir da eine Vorzeigefunktion haben.“


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