Big Mama soll ins Guinnes-Buch Weltgrößte Hüpfburg lagert in Wallenhorst

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Wallenhorst. Seit August vergangenen Jahres besitzt der Wallenhorster Jens Mehring die größte Hüpfburg der Welt. Seine „Big Mama“, die eher wie ein kleiner Freizeitpark aussieht, ist 800 Quadratmeter groß und wiegt knapp vier Tonnen. Mit ihrem ersten Einsatz auf deutschem Boden soll es die Hüpfburg gleich ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen.

Bis vor ein paar Jahren standen hier noch Rasenmäher. Wer jetzt das ehemalige Lager der Firma Stavermann in Rulle betritt, sieht als Erstes mannshohe Stofftiere, denen eine Naht geplatzt ist oder eine Pfote fehlt. „Das ist die Reparatur-Ecke“, sagt Jens Mehring. Der gebürtige Wallenhorster ist seit vielen Jahren Veranstaltungsmanager und bekannt als Kopf der Band „Jojos“, in der er zusammen mit seinem Bruder Jörg Songs für Kinder produziert. Seit einiger Zeit hat Mehrings Event-Firma Joylight die alte Stavermann-Halle als Lager für Trampoline, Riesenrutschen und verwundete Plüschtiere in Beschlag genommen. Das Highlight aber liegt gut verpackt hinten links in der Ecke: „Big Mama“, eine 40 mal 20 Meter große Hüpfburg, laut Mehring die größte der Welt.

Ehefrau mit Zweifel

„Als ich sie gekauft habe, meinte meine Frau, ich sei doch bekloppt“, sagt Jens Mehring. „Das wusste sie aber auch schon, als sie mich geheiratet hat.“

Mindestens so verrückt wie Mehring sind die Umstände, unter denen er an die 800 Quadratmeter große Hüpfburg gelangt ist. „Ich war gerade bei Ebay auf der Suche nach einer gebrauchten Hüpfburg“, sagt Mehring. Dabei sei er zufällig auf der Website des holländischen Unternehmens Viva Inflatables gelandet und habe beim Betrachten einer riesigen Hüpfburg zunächst gedacht: „Geile Fotomontage“.

Dann stellte sich aber heraus, dass es sich bei dem aufblasbaren Monster tatsächlich um eine Hüpfburg handelt – und zwar um die größte der Welt. „Das Teil wurde extra für einen russischen Multimillionär gebaut“, sagt Mehring. Der Russe habe die Hüpfburg nur bei zwei Kindergeburtstagen und seinem Firmenjubiläum eingesetzt. „Anfang des Jahres hat er dann wohl festgestellt: Ich habe die Hüpfburg zu 50 Prozent abgeschrieben, ich brauche sie nicht mehr.“

Als Mehring hörte, dass die Hüpfburg wieder zu haben war, entschied er sich sofort, sie zu kaufen. Zur Abholung fuhr er mit einem Mitarbeiter in einem Lkw plus Anhänger ins holländische Zwolle. „Gut, dass wir den Anhänger mitgenommen haben. Sonst wären wir jetzt immer noch in Holland.“ Auf die Frage nach dem Preis sagt Mehring: „Also, der Händler-Einkaufspreis liegt bei 100 000 Euro.“

Schon beim Verladen der Hüpfburg sei ihm der Name „Big Mama“ eingefallen, unter dem er den Koloss nun für Veranstaltungen vermieten will. Erste konkrete Anfragen gebe es bereits; doch für die Premiere wünscht sich Mehring das ganz große Event. „Wir wollen ein 24 Stunden langes Dauerhüpfen veranstalten und damit ins Guinness-Buch der Rekorde.“

Die Online-Bewerbung beim Guinness-Buch hat Mehring bereits ausgefüllt und abgeschickt. Jetzt wartet er auf die Antwort des Verlages. Sollte es die große Premiere mit Weltrekordversuch geben, will Mehring damit bundesweit ins Fernsehen. Er denkt etwa an einen Beitrag im Pro-Sieben-Magazin „Galileo“. „Wenn das Guinness-Buch kommt, dürfte das auch kein Problem sein. Dann ziehen alle mit.“

Da Mehring die Premiere zwischen Januar und Märzdieses Jahres abhalten will, also vor dem Start in die diesjährige Freiluft-Saison, braucht der Event-Macher für seinen möglichen Weltrekordversuch eine ausreichend große Halle. „Wenn wir in Osnabrück eine finden könnten, wäre das natürlich toll.“

Wenn vieles rund um „Big Mamas“ Premiere auch noch nicht geklärt ist – eines hat Jens Mehring schon jetzt beschlossen: „Als Erstes werden meine eigenen Kinder auf die Hüpfburg geschickt!“


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