Glück in kleinen Schritten Wallenhorsterinnen schreiben Buch über Kindheit

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Die Wallenhorsterinnen Martina Hartkemeyer und Margret Schütte haben gemeinsam ein Buch über die Kindheit geschrieben. Foto: Jessica von den BenkenDie Wallenhorsterinnen Martina Hartkemeyer und Margret Schütte haben gemeinsam ein Buch über die Kindheit geschrieben. Foto: Jessica von den Benken

Wallenhorst. Wer wissen möchte, was Prärieindianer und Räuberkinder mit einer glücklichen Kindheit zu tun haben, sollte sich die Zeit nehmen und mit allen Sinnen in das neue Buch von Martina Hartkemeyer und Margret Schütte tauchen. Die beiden Autorinnen geben auf 176 Seiten positive und vor allem realitätsnahe Anregungen für Eltern, Großeltern, Onkel und Tanten zum Zusammenleben mit Kindern.

Dass der Leser mit „Von Prärieindianern, Räuberkindern und einer glücklichen Kindheit“ ein besonderes Buch in den Händen hält, erschließt sich bereits bei der Lektüre des Vorwortes, denn dieses Buch ist ein Dialog-Buch und grenzt sich klar zu klassischen Erziehungsratgebern ab. „Wir liefern mit diesem Buch keine Lösungen bei Erziehungsfragen“, betonen die beiden Autorinnen. Vielmehr liege es ihnen am Herzen, Leserinnen und Leser an ihren eigenen Erfahrungen teilhaben zu lassen und sie immer wieder anzuregen, einen Blick zurück auf die ganz persönliche Geschichte zu werfen. Beide Autorinnen schöpfen aus einem großen Erfahrungsschatz. Martina Hartkemeyer ist Mutter von bereits erwachsenen Kindern, Oma von neun Enkelkindern und wohnt seit 30 Jahren auf dem Gemeinschaftshof Pente. Sie ist Diplom-Biologin und Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Seit 20 Jahren leitet sie das Institut für Dialogprozess-Begleitung der Adolf-Reichwein-Gesellschaft in Bramsche und ist dabei auch international tätig. Hartkemeyer hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Für die Hollagerin Margret Schütte ist es das erste eigene Buch. „Ich habe schon immer mit dem Gedanken gespielt, einmal etwas zu veröffentlichen“, verrät sie und lässt interessierte Leser an ihrem Wissen um Kinderbedürfnisse partizipieren. Sie selber ist ebenfalls Mutter und Oma von drei Enkelkindern. Als Grundschul- und systemische Beratungslehrerin kennt sie sich mit Kindern und deren Bedürfnissen aus. Sie ist Mitbegründerin des „Elternforums Ibbenbüren - Wir machen uns stark für Kinder“, das Eltern die Möglichkeit zum Austausch über Erziehungsfragen bietet.

Die Idee zu diesem Buch sei vor rund fünf Jahren entstanden, erklärten Hartkemeyer und Schütte. Die Autorinnen, die sich schon aus Schulzeiten kennen, sammelten, sortierten, diskutierten und reflektierten von diesem Zeitpunkt an. „Wir haben viel miteinander geredet, uns ausgetaucht“, erinnern sich die beiden Damen an die Entstehungsgeschichte des Buches. Mit begründetem Stolz präsentieren sie nun ihr Buch, das mit Recht kein Ratgeber, sondern ein Begleiter im Zusammenleben mit Kindern ist. Es regt den Leser durch viele, direkt an ihn gestellte Fragen an innezuhalten und sich mit sich selbst auseinanderzusetzten. „Wir sind nicht diejenigen, die anderen sagen können, was richtig ist“, sagt Hartkemeyer, und Schütte fügt hinzu: „Wir möchten unterstützen, an der ein oder anderen Stelle die Sichtweise zu ändern und einen eigenen Weg im Umgang mit Kindern zu finden.“ Die Frage „Was wollen wir an unsere Kinder weitergeben“ sei ein zentraler Leitgedanke des Buches – immer mit dem Blick darauf, was Menschsein im Kern ausmache.

Neben ihren eigenen Geschichten beziehen sich die Autorinnen auch immer wieder gern auf andere Literatur, wie beispielsweise die Geschichte „Ronja Räubertochter“ von Astrid Lindgren oder „Fliegender Stern“ von Ursula Wölfel. Das Vorwort des Buches schließt mit folgenden Zeilen: „So kann schon das Lesen zu einer kleinen Glücksreise werden, denn meist kommt das Glück in kleinen Schritten in unseren Alltag, seltener mit einem einzigen Donnerknall.“

Das Buch „Von Prärieindianern, Räuberkindern und einer glücklichen Kindheit“ ist im Arbor-Verlag erschienen. 14,90 Euro. ISBN 9783867811057


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