Ausschuss lehnt Antrag ab Kein Zuschuss für den Reitverein Hollage

Der Reit- und Fahrverein Hollage will den Stalltrakt sanieren und hofft auf öffentliche Zuschüsse. Archivfoto: privatDer Reit- und Fahrverein Hollage will den Stalltrakt sanieren und hofft auf öffentliche Zuschüsse. Archivfoto: privat

Wallenhorst. Die Mehrheit des Ratsausschusses für Kultur, Sport, Vereine und Bürgerengagement hat sich gegen den Antrag des Reit- und Fahrvereins Hollage (RuF) auf Bezuschussung der Sanierung der Stallboxen ausgesprochen. Der Verein plant die Sanierung des Stalltraktes. Die Maßnahmen umschließen Bodenarbeiten, Verlegungen von Wasserleitungen und Pferdestalleinrichtungen.

Der Anfang September durch den Reit- und Fahrverein gestellte Antrag löste unter den Ausschussmitgliedern Gesprächsbedarf aus. „Jeder Verein, egal was er macht, genießt in Wallenhorst einen ganz hohen Stellenwert“, betonte Ludger Meyer (WWG) seitens der Mehrheitskooperation während der Aussprache: „Wir unterstützen selbstverständlich, solange die finanziellen Mittel da sind.“ Wichtig sei jedoch eine Gleichbehandlung aller Vereine und dafür seien die Richtlinien da.

„Der Reit- und Fahrverein bittet um eine Bezuschussung der Investitionsmaßnahmen zur nachträglichen Sicherung der wirtschaftlichen Verhältnisse“, ssagte Meyer sichtlich entrüstet und zitierte dabei das Antragsschreiben. Nach seinen persönlichen Informationen sei geplant, bei den Sanierungsarbeiten im Reit- und Fahrverein Hollage, Mietstallboxen zu errichten. Eine Bezuschussung gäben die Richtlinien daher nicht her. Die Kooperation könne dem Antrag nicht zustimmen. Meyer räumte jedoch ein, wenn etwas für die vereinseigenen Angelegenheiten gemacht würde, müsse ein neuer, klar definierter Antrag gestellt werden. „Wir unterstützen gerne, aber nicht gegen die Richtlinien.“

Die Ausschussmitglieder der CDU-Fraktion forderten in diesem Zusammenhang eine detailliertere Beschreibung des Vorhabens des Reit- und Fahrvereins seitens der Gemeinde ein. „Wenn wir Reitsport fördern wollen, dann müssen wir auch gewährleisten, dass Pferde angemessen untergebracht sind“, sagte Mark Brockmeyer. Mit dieser Anmerkung nahm er Bezug auf Ausführungen der Gemeindevertreter, die im Vorfeld der Diskussion darauf hingewiesen hatten, dass aus Sicht des Tierschutzes eine Sanierung der Boxen notwendig sei. Brockmeyer meinte aber auch, dass der Antrag nicht eindeutig formuliert sei. Er würde es sehr begrüßen, wenn der Ausschuss mehr Informationen bekäme. Wichtig zur Beurteilung der Sachlage sei unter anderem auch die Anzahl der unterzubringenden Miet- und Vereinspferde.

Während der abschließenden Abstimmung sprachen sich fünf von neun Ausschussmitgliedern gegen den Antrag aus. Eine endgültige Entscheidung zu diesem Thema fällt der Rat am 17. Dezember in seiner öffentlichen Sitzung.


0 Kommentare