Dennoch „gute Ideen“ entwickelt Geringes Interesse am Wallenhorster Klima-Café

Wallenhorster Klimaschutzkonzept: Gute Ideen entwickelt haben Christian Gualich, Inga Lehmkuhl und Bettina Preisner. Foto: Jessica von den BenkenWallenhorster Klimaschutzkonzept: Gute Ideen entwickelt haben Christian Gualich, Inga Lehmkuhl und Bettina Preisner. Foto: Jessica von den Benken

Wallenhorst. Zum ersten Klima-Café lud die Gemeinde Wallenhorst Dienstagabend in den Dulingshof ein und ging damit einen weiteren Schritt auf ihrem Weg in Sachen „Bürgerbeteiligung“. Trotz geringem Zulauf zeigten sich die Veranstalter zufrieden. „Es gab viele gute Ideen und der Teilnehmerkreis hat intensiv gearbeitet“, betonte Claudia Broxtermann, Fachbereichsleiterin Planen, Bauen und Umwelt der Gemeinde.

Zur Erklärung: Wallenhorst stelle sich aktiv dem Thema „Klimaschutz“. Mit der Erstellung eines Klimaschutzkonzeptes soll das bisherige Engagement inhaltlich auf eine aktuelle Grundlage gestellt werden. Ziel ist es, ein Klimaschutzkonzept für die gesamte Gemeinde zu entwickeln.

Dieser Aufgabe nahm sich die Firma „Gertec“ aus Essen an. Mit der Unterstützung möglichst vieler Akteure, wie lokaler Betriebe oder engagierter Bürger, erstellt „Gertec“ eine Handlungsempfehlung. Das Prozedere ähnelt dem Verfahren im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP), bei dem die Gemeinde ebenfalls die Bürger an der Ideenfindung beteiligte.

Und was passierte im Klima-Café? In angenehmer Atmosphäre, bei Getränken, Schnittchen und Gebäck, trafen sich interessierte Bürger, Rats- und Gemeindemitglieder mit Vertretern der Firma „Gertec“. An vier verschiedenen Thementischen bearbeiteten sie die Felder „Klimafreundliche Mobilität“, „alternative Energie und Energieversorgung“, „Mein Klimaschutz im Alltag“ sowie „Gebäudesanierung“. Ihre ganz eigenen Ideen zum Klimaschutz brachten alle Beteiligten ein. „Carsharing für Senioren“, lautete beispielsweise ein Vorschlag zum Thema Mobilität. Eine andere Idee in Sachen Energie: „Jede Neubausiedlung soll ein Grundstück für eigene Kleinwindanlagen ausweisen.“ Teilnehmerin Bettina Preisner schlug vor: „Strecken unter fünf Kilometern sollte man generell mit dem Fahrrad zurücklegen.“ Auf positive Resonanz stieß das Konzept der Veranstaltung bei Martin Brügemann. „Es ist sehr interessant und gut gemacht“, sagte er und fügte hinzu: „Schade nur, dass nicht mehr Bürger teilgenommen haben.“

Wie geht es nun weiter? Am 27. November findet die zweite Sitzung des Klimaschutz-Beirates statt. „Dort werden die Ergebnisse und Ideen aus dem Klima-Café vorgestellt“, erklärte Broxtermann. Ziel sei es, bis Januar einen aktuellen Maßnahmenkatalog zu erstellen. Natürlich bestehe auch weiterhin jederzeit die Möglichkeit, Ideen und Anregungen in Sachen Klimaschutz bei der Gemeinde zu platzieren, betonte Udo Stangier, Umweltbeauftragter im Wallenhorster Rathaus.

Weitere Infos erteilt der Umweltbeauftragte Udo Stangier unter der E-Mail-Adresse klimaschutz@wallenhorst.de.


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