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St.-Bernhard-Schule Rulle sammelt Geld für Partnerschule Post für Indien

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Post für Indien: Die Klasse 2a der St.-Bernhard-Schule mit Klassenlehrerin Mariele Helling-Junghans (im Hintergrund) übergibt Grüße an die indischen Brieffreunde an Jürgen Fluhr von der Indienhilfe Wallenhorst. Foto: Joachim DierksPost für Indien: Die Klasse 2a der St.-Bernhard-Schule mit Klassenlehrerin Mariele Helling-Junghans (im Hintergrund) übergibt Grüße an die indischen Brieffreunde an Jürgen Fluhr von der Indienhilfe Wallenhorst. Foto: Joachim Dierks

Wallenhorst. Mit „Hallo liebes Patenkind“ fangen einige Briefe an, bei anderen heißt es einfach nur „Hey, Du!“. Die Kinder der St.-Bernhard-Grundschule in Rulle waren fleißig und haben über hundert Briefe an ihre Altersgenossen im zentralindischen Bhopal geschrieben, mit hübschen Zeichnungen ihres Lebensalltags verziert und an Jürgen Fluhr übergeben, der Briefträger spielen wird.

Fluhr hatte mit dem von ihm gegründeten Indienhilfe-Verein eine Partnerschaft mit der Assisi Bawadi School eingefädelt. Er fliegt in diesen Tagen mit einer kleinen Gruppe von Vereinsmitgliedern dorthin.

Sie werden Pater Franklin Rodrigues vom katholischen Pilar-Orden besuchen und nach den gemeinsam auf den Weg gebrachten Hilfsprojekten schauen.

Der Orden sorgt für Ernährung, Unterkunft und Bildung für die Ärmsten der Armen, für elternlose und verstoßene Kinder. In der Bawadi-Schule wird er nicht nur die Briefe aus Rulle ausliefern, sondern auch Geldbriefträger spielen.

Denn die Kinder aus der 2a hatten mit ihrer Klassenlehrerin Mariele Helling-Junghans und vielen Eltern 300 leckere Käse- und Gemüse-Spieße zubereitet und in den Pausen verkauft. Auf diese Weise kamen 121,50 Euro zusammen.

„Damit kann man in Indien viel mehr kaufen als hier in Deutschland“, verdeutlichte Fluhr die Kaufkraftunterschiede, „von 5 Euro kann ein Kind einen Monat lang satt werden.“

Beim Herbstfest der Schule nahm Fluhr den Umschlag mit dem Geld und die Briefe entgegen. Die Kinder aus den dritten Klassen hatten auf Deutsch geschrieben, die Viertklässler auf Englisch. Nach seiner Rückkehr werde er sicherlich viele Antwortbriefe übergeben können. Die meisten davon auf Englisch, aber einige wohl auch auf Hindi. „Dann könnt Ihr mal Eure Lehrerinnen erleben, wenn sie nicht weiter-wissen“, scherzte Fluhr.


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