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Ideen für 2030 Wallenhorster uneinig über Zukunft des Ortes: Zweites Bürgergespräch zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans

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<em>Wie soll der Ortsteil Wallenhorst</em> sich entwickeln? Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Gemeinde dürfen die Bürger mitreden. Foto: Archiv/WestdörpWie soll der Ortsteil Wallenhorst sich entwickeln? Bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans der Gemeinde dürfen die Bürger mitreden. Foto: Archiv/Westdörp

Wallenhorst. Die einen fordern, Ackerflächen in Wallenhorst zu erhalten, die anderen würden sie lieber für Gewerbe nutzen. Beim zweiten von vier Bürgergesprächen zur Neuaufstellung des Flächennutzungsplans (FNP) haben rund 35 Interessierte im Wallenhorster Rathaus ihre Wünsche geäußert.

Wie schon bei der Auftaktveranstaltung vergangene Woche und dem ersten Ortsteil-Gespräch in Lechtingen am Montag diskutierten sie über die thematischen Schwerpunkte „Wohnen“, „Wirtschaft“, „technische Infrastruktur“, „Freiraum“ sowie „Bildung und Soziales“.

In einem Punkt waren sich fast alle Beteiligten einig: Der Sportplatz im Zentrum solle nach Möglichkeit erhalten bleiben. Zu anderen Punkten gab es jedoch sehr unterschiedliche Auffassungen. So forderte die Arbeitsgruppe „Freiraum“ um Ludger Burmeister ganz klar: „Im Bereich der B68 darf es keine Bebauung geben. Alle landwirtschaftlichen Betriebe, die es in Wallenhorst bisher noch gibt, sollte man erhalten.“ Die Arbeitsgruppe „Wirtschaft“ hingegen könne sich eine Nutzung dieser Flächen durchaus vorstellen. Auch halte sie die gewerbliche Nutzung der bisher freien Fläche im Bereich der Firma Stavermann für denkbar. „Wir haben uns hier am Tisch die Frage gestellt: Welche Flächen in Wallenhorst sind für klassisches Gewerbe überhaupt sinnvoll“, sagte Bäckereichef Jörg Berelsmann. Eventuell könne man Randflächen für kleinere Betriebe nutzen. Als grundsätzliches Problem definierte die Gruppe die zu geringen Grundstücksgrößen.

Der Fokus im Bereich „Wohnen“ richtete sich stark auf die Bedürfnisse älterer Generationen. „Das Zentrum in Wallenhorst muss seniorenfreundlich werden“, forderte Ludgera Krechting. Dafür schlugen die Beteiligten das Töwerland-Grundstück und auch den Bereich an der Genossenschaft vor. Dass bei aller Seniorenfreundlichkeit auch junge Familien nicht in Vergessenheit geraten dürften, betonte die Gruppe „Bildung und Soziales“. Forderungen nach dem Ausbau von Ganztagsangeboten an Kindergärten und Schulen definierte Mark Brockmeyer deutlich: „Wir können uns auch ein Mehrgenerationenhaus mit kulturellem Angebot und einen Spielplatz für Jung und Alt vorstellen.“

Einigkeit wiederum herrschte darin, dass in Sachen Verkehrssicherheit sowie Rad- und Fußwege noch einiges verbessert werden müsse.

Alle weitere Vorschläge und Ideen sollen demnächst auf der Internetseite der Gemeinde (www.wallenhorst.de) zu finden sein. Termine der nächsten Bürgergespräche jeweils um 18.30 Uhr: 18. Februar, St.-Bernhard-Schule in Rulle; 20. Februar, Erich-Kästner-Schule in Hollage.


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