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Marienschule bekommt Zertifikat „Startklar für den Beruf“ Schwagstorf erstmals dabei

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Das Gütesiegel „Startklar für den Beruf“ ist jetzt sechs Schulen aus der Osnabrücker Region verliehen worden. Foto: Elvira PartonDas Gütesiegel „Startklar für den Beruf“ ist jetzt sechs Schulen aus der Osnabrücker Region verliehen worden. Foto: Elvira Parton

Wallenhorst. Seit 2002 engagiert sich die Aktionsgemeinschaft „Gütesiegel Weser-Ems“ für die optimale Vorbereitung von Schulabgängern auf die anstehende Berufsausbildung. Schulen, die sich in herausragender Weise um die berufsorientierende Bildung der Jugendlichen kümmern, können sich bei der Aktionsgemeinschaft (eine Initiative der Industrie- und Handelskammern und der Handwerkskammern Osnabrück-Emsland, Oldenburg und Ostfriesland in Kooperation mit der Landesschulbehörde) um das Zertifikat „Startklar für den Beruf“ bewerben. Sechs Schulen aus der Region haben jetzt die Gütesiegel 2011 bekommen.

Um das Gütesiegel zu erhalten, muss die jeweilige Schule verschiedene Anforderungen erfüllen. So muss unter anderem nachgewiesen werden, dass die Schüler berufsrelevante Fähig- und Fertigkeiten lernen, im Unterricht grundlegende Kenntnisse über Arbeits- und Wirtschaftswelt erlangen und optimal auf Bewerbungsverfahren vorbereitet werden. Anhand eines Punktesystems wird die Schule dann von einer Jury bewertet. Beim ersten Mal wird das Gütesiegel für drei Jahre verliehen, bei folgenden Bewerbungen hat es eine Gültigkeit von fünf Jahren.

Bei der diesjährigen Verleihung wurde die Marienschule Schwagstorf erstmalig mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Die Haupt- und Realschule ist in Trägerschaft der Thuiner Schwestern und an ein Internat angegliedert. Die Juryvorsitzende Katrin Börsting, Geschäftsführerin der Personalabteilung bei VW in Osnabrück, lobte das hervorragende Arbeitsklima der Schule und die enge Zusammenarbeit mit der BBS Bersenbrück.

Die anderen ausgezeichneten Schulen waren allesamt „Wiederholungstäter“. Die Ludwig-Windthorst-Schule aus Glandorf beeindruckte die Jury mit ihren beiden Schülerfirmen. „Die könnten auch am Markt bestehen“, sagte Juror Gerd-Jürgen Thoms von der Landesschulbehörde. Die Haupt- und Realschule Bad Essen überzeugte mit ihrem Bewerbercoaching, die Oberschule Ankum mit Sprachkompetenzförderung, und die VonRavensberg-Schule Bersenbrück setzt auf gestufte Praktika. Die Wallenhorster Alexanderschule kann mittlerweile 88 Prozent ihrer Schulabgänger in Lehrberufe entlassen.

82 Prozent der Haupt- und Realschulen in der Region Osnabrück sind seit 2002 mit dem Gütesiegel ausgezeichnet worden. Seit 2010 bewerben sich auch Gymnasien. „Da muss noch viel getan werden“, sagt Alfred Möllers, Vorsitzender der Initiative. „Die haben oft noch nicht verstanden, dass nicht jeder studieren muss.“


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