zuletzt aktualisiert vor

Autorin Antje Balters unterhält Frühstücksfrauen mit Vortrag über Stutenbissigkeit Rivalinnen, die unbewusst um Anerkennung buhlen

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mit Stutenbissigkeit und Busenfreundinnen kennen sich auch Autorin Antje Balters (links) und Gastgeberin Kornelia Böert aus. Foto: Ursula HoltgreweMit Stutenbissigkeit und Busenfreundinnen kennen sich auch Autorin Antje Balters (links) und Gastgeberin Kornelia Böert aus. Foto: Ursula Holtgrewe

Wallenhorst. „Von Stutenbissigkeit und Busenfreundinnen“ hieß der amüsante Vortrag von Antje Balters beim Wallenhorster Frauenfrühstück.

Ganz Ohr waren 172 Frauen, nachdem sie sich im Ruller Hotel Lingemann am reichhaltigen Buffet gut gestärkt hatten. Kornelia Böert, Gleichstellungsbeauftragte für Familien, Frauen und Senioren, freute sich über die Resonanz.

Antje Balters fand die richtige Mischung zwischen humorvollen Vergleichen und nett verpacktem Sachlichen. Sie verriet schmunzelnd ihr Lebensmotto: „Meine Priorität ist nicht der Haushalt. Bei uns kann man von Fußboden essen – da liegt immer etwas.“ Spätestens jetzt war das Eis gebrochen.

Der Gast berichtete über ihr Ablästern mit der Busenfreundin über Personen, die sie nicht so gern mögen, und gestand ein, unter dem Hera-Lind-Syndrom zu leiden: „Diese Frau ist viel beschäftigt, talentiert und sieht zudem gut aus – fehlt nur noch, dass sie auch gut kochen kann.“ Das war eindeutig stutenbissig und erheiterte die Damenschar, die sich lachend solidarisch zeigte. Rivalität zwischen Frauen ist normal, erfuhren die Frauen. „Die erste Rivalität entsteht zwischen Mutter und Tochter. Dabei geht es um den Vater und Ehemann und darum, wer bei ihm besser ankommt“, erklärte Antje Balters. „Es geht gut, wenn die Mutter weiß, dass sie in einer anderen Liga startet und Siegerin ist. Außerdem muss die Tochter akzeptieren, dass es zwischen den Eltern etwas gibt, dass sie nicht teilen kann.“

Rivalitäten gibt es in Krabbelgruppen, am Arbeitsplatz und in der Beziehung zum Partner. „Es geht irgendwie immer um Anerkennung der Männer“, machte die Autorin klar, dass Frau häufig unbewusst um die Gunst des starken Geschlechts, auch des eigenen Ehemanns, buhlt. „Frauen wissen am Arbeitsplatz, wie sie gucken müssen, damit sich andere Frauen wie vier minus fühlen“, gab sie ein Verhaltensmuster preis. Mit solchen Stutenbissigkeiten versuche Frau, sich über andere zu stellen.

Ambivalente Beziehung

Doch Frau braucht auch Verbündete, wie die aufmerksame Busenfreundin, der man alles anvertrauen kann und die einem freundlich und ehrlich zur richtigen Zeit sagt, was die andere ändern sollte. Indes ist diese Beziehung ambivalent. Antje Balters riet: „Ich muss ein Gleichgewicht des Schreckens herstellen und von ihr genau so viel wissen wie sie von mir.“

„Wenn ich mich gut und zufrieden fühle, zu mir stehe und in mir ruhe, dann stört mich vieles nicht mehr, und ich kann andere akzeptieren, wie sie sind.“ Dann müsse keine mehr hinter ihrem Glück herhecheln, betonte Antje Balters. Und dass sie es geschafft habe – meistens wenigstens.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN