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294 Wünsche werden erfüllt Weihnachtsgeschenk-Aktion in Wallenhorst auf Zielgerade

Von Joachim Dierks | 16.12.2015, 17:33 Uhr

In wenigen Tagen werden diese Geschenke wieder unter einem Weihnachtsbaum liegen – in Wallenhorster Familien, die über kein sehr großes Budget für Weihnachtsgeschenke verfügen. Die vom Förderverein der evangelischen Andreasgemeinde (FAND) initiierte Geschenkaktion ist jetzt auf der Zielgeraden. Die von Geschenkpaten erfüllten Wünsche laufen an die Einrichtungen zurück, die die Wünsche vermittelt haben, und werden von dort rechtzeitig vor dem Fest an die Empfänger geleitet.

So läuft das Verfahren ab: FAND bat soziale Einrichtungen quer durch alle Ortsteile und Konfessionen, mitzumachen, indem sie Bedürftige aus ihrem Betreuungskreis ansprechen und zum Ausfüllen eines Wunschzettels ermuntern. Fast alle Kirchengemeinden, Kindergärten, Schulen und Seniorenheime in Wallenhorst beteiligen sich. Nur die vermittelnde Einrichtung erkennt über einen Code, wer der Wünschende ist – so wird die Anonymität gewahrt.

Als Geschenkpate Wunsch übernehmen

Der Wallenhorster Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende war der Ort, der die Wunschzettel und die Geschenkpaten zusammenbrachte. Am FAND-Stand hatten Weihnachtsmarktbesucher Gelegenheit, die Ordner mit den gesammelten Wunschzetteln – aufgeteilt nach Senioren, „Mittelalter“ und Kindern – durchzusehen und als Geschenkpate einen Wunsch zu übernehmen. 294 Wunschzettel gingen ein, so viele wie noch nie zuvor in den sieben Jahren, in denen „Geschenk(t) mit Herz“ läuft.

 Weiterlesen: So lief die Aktion im Vorjahr 

„Erst hatten wir große Sorgen, ob es gelingen würde, alle 294 Zettel unterzubringen“, sagte die stellvertretende FAND-Vorsitzende Ulrike Gärtner, „am Sonntag regnete und stürmte es. Viele sagten, sie hätten sich nur wegen uns vor die Tür gewagt, sie kamen ganz gezielt zu uns und erlösten uns von unseren Sorgen – am Sonntagabend waren alle 294 Wunschzettel weg.“ Ruth Möller vom FAND-Vorstand ergänzte: „Auf die Wallenhorster ist wieder hundertprozentig Verlass gewesen, man kann dafür nur dankbar sein.“

Weihnachtsglück für Beschenkte

Die Alexanderschule gehört zu den Einrichtungen, die mitmachen. „Wir hatten diesmal nicht so viele Wunschzettel, aber jeder einzelne ist berechtigt und die Erfüllung des Wunsches wird dem Beschenkten ein wenig Weihnachtsglück bescheren“, ist sich Schulleiterin Ingrid Reffeld sicher. Schulsozialarbeiterin Insa Wernecke und Heilpädagogin Sigrid König kümmern sich um die schulinterne Abwicklung. Was sie besonders beeindruckt hat, ist die liebevolle Verpackung und die häufig außen angebrachten kleinen Beigaben wie Plätzchen, Schoko-Kugeln oder kleine Figuren. „Auch das tut den beschenkten Kindern gut, weil es eine Wertschätzung widerspiegelt, die sie sonst meist nicht im Überfluss haben“, sagte Sigrid König.