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EU-Politiker diskutiert mit Jugendlichen

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Wallenhorst. Die Kolpingsfamilie Rulle hat ihre Politik-Reihe „Wir wollen’s wissen“ fortgesetzt. Dieses Mal diskutierten vor allem die Mitglieder der Kolpingjugend mit dem EU-Abgeordneten Matthias Groote.

„Bei unserem Vortreffen haben wir erkannt, dass es erhebliche Wissenslücken zum Thema EU gibt“, sagte Markus Seiters, der zusammen mit Johannes Tewes, Vorsitzender der Kolpingfamilie, die Diskussion moderierte. „Wir haben keine europäische Öffentlichkeit. Das ist das Problem“, erwiderte Groote. So gäbe es beispielsweise keine europäischen Parteien und Wahlen, nur nationale Europawahlen. Ein Lichtblick für ihn: Durch die Finanz-, Wirtschafts-, und Schuldenkrise sei Europapolitik in den EU-Ländern inzwischen Teil der Innenpolitik geworden.

Insgesamt aber sei EU-Politik nicht so weit weg von den Menschen, wie diese manchmal denken würden. So sei der Einfluss der Kommunalpolitik nicht zu unterschätzen: „Der Landkreis Osnabrück ist ähnlich groß wie das kleinste Mitgliedsland der EU“, stellte Groote fest. Daher sei dessen Kommunalpolitik beispielsweise hinsichtlich der Energiewende nicht nur für die Region von Bedeutung.

Energiepolitik, Forschung und Bildung, Griechenland und Spanien, Kinderarmut und soziale Armut in Deutschland, Euro-Bonds und die Finanzmärkte, die Agrarpolitik und das Thema Biogas, das VW-Gesetz, die Wahlen in Frankreich, die Piratenpartei, Datenschutz und Facebook – die Diskussionsrunde ließ kaum ein aktuelles Thema aus. Anschließend zeigte sich Groote von dem Einwand und mitunter kritischen Fragen der Jugendlichen begeistert: „Das war sehr mutig. Mir gefiel, dass nicht nur Blümchenfragen gestellt wurden.“


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