Spielgerät demoliert Ärger um wiederholten Vandalismus am Wallenhorster Begegnungsplatz

Ein Spielgerät auf dem Wallenhorster Begegnungsplatz ist von Unbekannten beschädigt worden. Foto: Marc DallmöllerEin Spielgerät auf dem Wallenhorster Begegnungsplatz ist von Unbekannten beschädigt worden. Foto: Marc Dallmöller

Wallenhorst. Der Ärger ist groß bei Einzelhändlern und Anwohnern der Wallenhorster Rathausallee: Der mit viel Engagement entwickelte Begegnungsplatz ist zum wiederholten Male Schauplatz von Vandalismus geworden.

Rund drei Wochen war der Mühlenturm auf dem Begegnungsplatz gesperrt. Ein Bauzaun verhinderte, dass Kinder das Spielgerät nutzen konnten, zusätzlich war die Leiter mit Flatterband umwickelt. Das alles hatte seinen Grund: Im Inneren des Turmes hatten Unbekannte ein Feuer entzündet, außerdem fehlten mehrere Bretter aus der Außenverkleidung. Sie sind mit Nägeln an der Konstruktion befestigt, wer sie lösen will, muss mit Kraft und vor allem Zerstörungswut vorgehen. Mittlerweile ist das Spielgerät wieder nutzbar, der Zaun ist abgebaut worden, wie die Gemeinde Wallenhorst mitteilt.

Foto: Marc Dallmöller

Es ist nicht das erste Mal, dass der Platz gegenüber vom Rathaus zum Schauplatz von Sachbeschädigungen wurde. Eine Schmiererei am Mühlenturm zeugte davon. Außerdem wurden im vergangenen Jahr Blumen herausgerissen, die erst kurz zuvor gepflanzt worden waren. Thomas Jasper und Marc Dallmöller sind fassungslos angesichts der neuerlichen Beschädigungen auf dem Begegnungsplatz. „Es ist mir unerklärlich, was in den Köpfen der Menschen vorgeht, die so etwas machen", wird Jasper in einer Pressemitteilung des Marketingvereins "Wir für Wallenhorst" zitiert. 

Ärgerlich waren die Sachbeschädigungen auch und vor allem vor dem Hintergrund des Engagements aus der Nachbarschaft. Allein im vergangenen Sommer steckten die Anwohner und örtlichen Einzelhändler mehr als 3000 Euro in den Begegnungsplatz. Vier Wochen lang seien viele von ihnen fast täglich im Einsatz gewesen, um das Spielgerät zu renovieren, Blumen zu pflanzen und eine Überdachung zu bauen.

Ärger über Vandalismus und Müll

Die Einzelhändler, auf deren Initiative der Begegnungsplatz vor Jahren gemeinsam mit der Gemeinde gebaut worden ist, haben Anzeige erstattet. Josef Nöring, der den Platz regelmäßig pflegt, ärgert sich schon seit einiger Zeit immer wieder über achtlos weggeworfene Flaschen, Scherben und Zigarettenstummel. Der Vandalismus, aufgrund dessen der Spielplatz jetzt wieder gesperrt werden musste, habe das Fass zum Überlaufen gebracht, heißt es in der Mitteilung.

Laut Jasper haben die Anlieger ein Gespräch mit Wallenhorsts Polizeidienststellenleiter Christian Netsch geführt. Dieser habe angekündigt, dass die Polizei künftig vermehrt in der Rathausallee Streife gehen wolle. Das begrüßt auch die Gemeinde: „Eine regelmäßige Bestreifung durch die Polizei ist die beste Maßnahme gegen Vandalismus", sagt Rüdiger Mittmann, Fachdienstleiter Bürgerservice und Soziales.

 Jede Sachbeschädigung soll angezeigt werden

Die Einzelhändler bitten darüber hinaus Anwohner und Spaziergänger, die Augen offen zu halten. Sie kündigen an, künftig jede Sachbeschädigung konsequent zur Anzeige bringen zu wollen. „Irgendwie müssen wir diesem Blödsinn ja Einhalt gebieten“, wird Jörg Berelsmann zitiert.


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