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Fleißige Handwerker Neue Bauwagenwerkstatt im Ruller St.-Marien-Kindergarten

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Nach Herzenslust können (vorn, von links) Hannes, Levin, Franka, Nele, Leon und die anderen St.-Marien-Kindergartenkinder im renovierten Bauwagen werkeln. Darüber freuen sich auch Johannes Geers, Pia Pryklenk, Alexander Höveler und Alexander Hoffmann. Foto: HoltgreweNach Herzenslust können (vorn, von links) Hannes, Levin, Franka, Nele, Leon und die anderen St.-Marien-Kindergartenkinder im renovierten Bauwagen werkeln. Darüber freuen sich auch Johannes Geers, Pia Pryklenk, Alexander Höveler und Alexander Hoffmann. Foto: Holtgrewe

Wallenhorst. Große Aufregung bei kleinen Leuten: Endlich konnten die Kleinen im Ruller St.-Marien-Kindergarten die umgebaute Bauwagenwerkstatt besichtigen. Eltern, Mitarbeiterengagement und Kindergartenvater Johannes Geers, der das RWE-Projekt „Aktiv vor Ort“ organisierte, hatten das ermöglicht. Die Eröffnung feierten alle mit einem kleinen Fest.

„Wer will fleißige Handwerker seh’n? Der muss zu unsrem Bauwagen gehen“, sangen Mädchen und Jungen vom Spielhügel in Richtung Bauwagen. Noch waren dessen Türen und das Fenster verschlossen. Am Eingang hatten Erzieherinnen um Leiterin Pia Pryklenk mit der Federführung von Angelika Leymann zwei fröhliche Kinder aufgemalt. Die Fensterluke ziert eine freundliche Katze.

Tür und Fenster standen nun offen, und Kinder standen Schlange. Sie waren neugierig auf die Inneneinrichtung mit Werkzeugen und unterschiedlich hohen Werkbänken, die mit Luftballons geschmückt waren.

„Früher hatten wir den Werkraum im Keller. Den haben wir aufgegeben, weil wir Platz für den Krippenbereich brauchten“, erklärte Pia Pryklenk.

Doch ohne Werkbereich fehlte im integrativ arbeitenden Kindergartenalltag die Möglichkeit, sich auch handwerklich zu entfalten. Da entstand die Idee, einen alten Bauwagen zu beschaffen und umzubauen. Glück hatte der St.-Marien-Kindergarten, denn aus mehr als 20 Bewerbern erhielt er den Zuschlag. Als hätte der von einer hohen Buchenhecke gesäumte Platz darauf gewartet, passt der Wagen da prima hin.

Da er renoviert werden musste, traf es sich gut, dass die Heilerziehungspfleger Alexander Hoffmann und Alexander Höveler handwerklich so einiges auf die Beine stellen können und auch Kindergartenpapa Johannes Geers sofort Engagement an den Tag legte.

„Wer bei der RWE arbeitet, kann für selbst organisierte Aktionen in seinem Umfeld 2000 Euro als Zuschuss beantragen“, erklärte Geers über „Aktiv vor Ort“. Gemeinsam mit weiteren aktiven Eltern legten sie dann los, wenn der Nachwuchs schon zu Hause war: nachmittags und an Wochenenden. Das Catering spendierte die Einrichtung. Etwa ein halbes Jahr lang trafen sich die Hobby-Handwerker, gaben dem Bauwagen mit viel Holz eine warme Wohnlichkeit und dichteten das Dach ab. Ein wenig schwierig war die Verlegung des Stromkabels entlang am Fußweg im Außenbereich. Auch das bewerkstelligten die Engagierten mithilfe von Schaufeln und Minibagger.

Nun mussten Werkzeuge als Gruppensätze angeschafft werden. „Was fehlte, hat der Förderverein besorgt“, erklärte Vereins-Finanzchefin Anja Geers und freute sich über die leuchtenden Augen der Marienkinder. Kleine Akku-Schraubendreher und Schrauben kamen am ständig belagerten Tisch vor dem Bauwagen zum Einsatz.

Für die Bauwagenparty hatte Johannes Geers eine Hüpfburg organisiert, auf der die Kinder freudig herumsprangen. Zur Stärkung gab es für alle Getränke und Würstchen im Brötchen. Wieder zu Hause, hatten manche mittags wenig Appetit, dafür aber viel zu berichten.


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