Weihnachtsmärchen der "FANtasieJOs" Proben für „Aschenputtel“ in Hollage laufen auf Hochtouren

Die Theatergruppe "FANtasieJOs" freut sich auf die Premiere von "Aschenputtel". Foto: Dominik LappDie Theatergruppe "FANtasieJOs" freut sich auf die Premiere von "Aschenputtel". Foto: Dominik Lapp

Wallenhorst. Die Turnhalle des Andreaskindergartens in Hollage hat sich in eine Bühne verwandelt. Die Theatergruppe des Fördervereins von Andreaskindergarten und Johannisschule, die "FANtasieJOs" probt dort aktuell für ihr neues Weihnachtsmärchen „Aschenputtel“, das am 22. November Premiere feiert. Wir haben zugeschaut.

Gemütlich gemacht haben es sich die acht Hobby-Schauspieler und ihre Spielleiterin Gila Beelmann-Schäfer in der Turnhalle, sich selbst mit einer Kiste Clementinen und Getränken versorgt. Während auf der Bühne geprobt wird, sitzen die Mitwirkenden, die nicht in der Szene zu sehen sind, davor und beobachten ihre Kollegen. „Die heutige Probe ist eine Katastrophe“, sagt die Spielleiterin angesichts der ganzen Texthänger. Aber das ist normal. Bis zur Premiere sind es noch knapp zwei Wochen, also noch ausreichend Zeit, damit der Text richtig sitzt. 

Vor über 20 Jahren gegründet

Die Theatergruppe wurde vor mehr als 20 Jahren gegründet. „Die meisten von uns sind von Anfang an dabei“, erzählt Hermann Saalfeld. Damals wurde ein Stück beim Kindergartenfest aufgeführt. „Allerdings haben wir uns relativ schnell von dem Fest gelöst“, sagt der Hobby-Schauspieler. Zum einen haben man festgestellt, dass Märchen besser in die Vorweihnachtszeit als in den Sommer passen. Zum anderen wollte man mit den Theateraufführungen dem Kindergartenfest nicht die Besucher klauen.

Fokus auf Grimm'sche Märchen

Seither führt die sympathische Truppe jedes Jahr ein Märchen auf. „Dabei konzentrieren wir uns meistens auf Märchen der Brüder Grimm, haben aber auch schon mal etwas von Hans Christian Andersen gespielt“, sagt Saalfeld. Mit „Aschenputtel“ steht in diesem Jahr wieder ein Grimm’sches Märchen auf dem Spielplan. Dass am Theater im benachbarten Osnabrück ebenfalls „Aschenputtel“ gespielt wird, habe anfangs für etwas Unmut gesorgt. „Aber letztendlich unterscheiden sich beide Inszenierungen“, sagt Saalfeld.

Ein Selbstläufer

„Außerdem haben wir uns mittlerweile zu einer Art Selbstläufer entwickelt.“ Das zeigt sich auch im Vorverkauf. Alle drei Vormittagsvorstellungen für die Kindergärten, Schulen und ein Altenwohnheim sind genauso wie die beiden Abendvorstellungen bereits ausverkauft. „Die Tickets sind meistens schon eine Woche nach Vorverkaufsstart vergriffen“, berichten die Schauspieler. Immerhin: Für die Nachmittagsvorstellung am Samstag, 23. November, um 15.30 Uhr gibt es noch Karten zum Preis von 6 Euro bei Vornholt in Wallenhorst, der Q1-Tankstelle in Hollage und beim Andreaskindergarten.

Tanz oder kein Tanz?

„Ruckedigu, ruckedigu“, tönt Doris Goldkamp auf der Bühne. Sie spielt als Taube Gurri die beste Freundin des armen Aschenputtels. Aus dem Off erklingt die Melodie eines Walzers, Aschenputtel und der Prinz tanzen vor der Bühne. Die Kollegen diskutieren, ob der Tanz nun vor oder auf der Bühne stattfinden soll. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir an dieser Stelle überhaupt einen Tanz brauchen“, wirft die erfahrene Spielleiterin ein. Ob es die Tanzszene letzten Endes wirklich ins Stück schafft, wird das Publikum in der ausverkauften Premiere am Freitag, 22. November, erfahren.


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