Überwiegend positives Fazit Wallenhorster Gewerbeschau: Unternehmer zufrieden mit Besucherresonanz

Ein überwiegend positives Fazit zogen die Organisatoren der Wallenhorster Gewerbeschau.. Foto: Michael GründelEin überwiegend positives Fazit zogen die Organisatoren der Wallenhorster Gewerbeschau.. Foto: Michael Gründel

Wallenhorst. Grundsätzlich positiv fällt die Bilanz von Organisatoren und Ausstellern der fünften Wallenhorster Gewerbeschau am vergangenen Wochenende aus. Mehrere Tausend Besucher nutzten laut Angabe der Veranstalter die Gelegenheit, sich im Ortszentrum über Produkte und Dienstleistungen von knapp 90 Einzelhändlern, Handwerkern und mittelständischen Unternehmen zu informieren.

„Wir sind grundsätzlich zufrieden, mit kleinen Einschränkungen“, erklärte Hans-Jürgen Klumpe, „Wir für Wallenhorst“-Vorsitzende, im Gespräch mit der Redaktion. Der örtliche Marketingverein hat die Gewerbeschau mit der Agentur Bartsch im Wallenhorster Zentrum organisiert. Es sei alles super gelaufen, das Wetter habe mitgespielt und auch die Rückkehr vom Gewerbegebiet an den alten Standort sei überwiegend auf Zustimmung gestoßen: „Die Leute waren froh, dass die Gewerbeschau wieder in der Mitte des Ortes stattgefunden hat und fußläufig oder mit dem Fahrrad zu erreichen war.“

Nur ein knappes Drittel der Aussteller aus Wallenhorst

Klumpe bedauerte es hingegen, dass sich die Zahl der Wallenhorster Unternehmen, die mit einem Stand auf der Gewerbeschau vertreten waren, in Grenzen gehalten hätte: „Wenn die örtlichen Gewerbetreibenden, die Chance nicht nutzen, sich zu präsentieren, ist das wirklich schade.“ Tatsächlich: Nur rund 25 der knapp 90 Aussteller haben ihren Firmensitz in Wallenhorst.

Überwiegend positives Fazit nach Gewerbeschau

Zum ersten Mal auf der Gewerbeschau mit einem Stand vertreten war die an der Großen Straße ansässige Laptopstube. Mitinhaber Michael Kupschus zog ein positives Fazit: „Unsere Erwartungen sind übertroffen worden. Wir haben vor Ort verkauft und auch Aufträge für neue Geräte generiert.“ Die Gewerbeschau habe an knapp drei Tagen den Kundenzulauf von zwei Wochen gebracht, stellt Kupschus fest. Ähnlich hat es Garten- und Landschaftsbauer Rigo Riemann erlebt: „Es war viel interessiertes Publikum da und nicht nur Leute, die geschaut haben.“ Positiv habe sich auch der Umzug vom Gewerbegebiet ausgewirkt: Die grüne Wiese sei einfach besser zu erreichen. Wenig überraschendes hat die Messe für Raumausstatter Martin Hörnschemeyer geboten: „Der Freitag war ruhig, der Samstag lebhafter und der Sonntag gut gefüllt, aber es war okay.“ Überrascht zeigte sich Hörnschemeyer indes von der Anzahl der Firmen, die Auszubildende und Arbeitskräfte suchen.

Resonanz auf Angebote rund um „Ausbildung“ noch ausbaufähig

Das Sonderthema „Ausbildung und Beruf“ hat diesen Bedarf mit Workshops, Bewerbungsmappen-Checks oder einer Jobwall in den Blick genommen. Mit der Resonanz auf das Angebot ist Organisatorin Susanne Dirks-Sandmann allerdings nur mittelprächtig zufrieden: „Im Verhältnis zur Produktpräsentation ist es noch nicht so angenommen worden, wie wir es uns gewünscht hätten.“ Eine Wiederholung müsse mit einer gezielteren Ansprache der Zielgruppe verbunden sein, so ihr Fazit: „Man muss richtig über die Schulen an die jungen Leute rangehen und nicht erwarten, dass sie von alleine kommen.“

6. Gewerbeschau in 2022 ?

Organisator Hans-Jürgen Klumpe ist zuversichtlich, dass in drei Jahren erneut eine Gewerbeschau ihre Tore öffnet: „Die könnte dann durchaus wieder auf der grünen Wiese stattfinden, wenn diese dann noch existent ist.“ Bei der Zeltanordnung sieht der WfW-Vorsitzende allerdings noch Luft nach oben: „Es müsste dann mehr offene Fläche zur Rathausallee geben, um die dortigen Geschäfte miteinzubeziehen.“


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