Kirchengemeinde St. Alexander feiert Klimaschutz in den Mittelpunkt des Wallenhorster Pfarrfestes

Tanzgruppen von Schulen, Kindergärten und Tanzschulen sorgten für ein buntes Bühnenprogramm beim Pfarrfest St. Alexander in Wallenhorst.Foto: Christina HalbachTanzgruppen von Schulen, Kindergärten und Tanzschulen sorgten für ein buntes Bühnenprogramm beim Pfarrfest St. Alexander in Wallenhorst.Foto: Christina Halbach

Wallenhorst. „Nachhaltig gut“ lautete das Motto des Pfarrfestes der Kirchengemeinde St. Alexander in Wallenhorst, das mehrere Hundert Besucher auf den Kirchplatz lockte. Zwischen bunten Bühnenprogrammen und Groschenkirmes rückte außerdem ein bislang kaum bekannter Metallbolzen im Mauerwerk der St. Alexanderkirche in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.

„Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Da haben wir uns gedacht: Wir müssen uns anschließen“, erklärte Antonius Hermes vom Pfarrgemeinderates das Motto. Der Festausschuss habe die Vereine, Verbände und Messdiener angehalten, beim Standbetrieb einen Beitrag zu leisten und vor allem auf Müllvermeidung zu achten. In der Caféteria wurde außerdem ausschließlich fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt, der Kolping verwendete Porzellangeschirr und die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) betrieb ihren Grill mit Kokoskohle anstatt der üblichen Holzkohle. Eine gute Alternative, wie KAB-Organisator Josef Nöring feststellte: „Es werden dadurch keine Hölzer abgebaut und ist nicht teurer, als wenn ich Holzkohle nehme.“ Auch die Heizleistung des Brennmittels, das aus der Schale der Kokosnuss gewonnen wird, sei vergleichbar: „Die Kokoskohle gibt gute Wärme ab. Die Kollegen am Grill sind damit sehr zufrieden.“

Über einen Höhenfestpunkt eingelassen in das Mauerwerk der St. Alexanderkirche informiert nun eine Tafel. Beim kleinen Ortstermin dabei: v.l. Pfarrer Dietmar Schöneich, André Sieland (Landesamt für Geoinformation Niedersachsen) und Katharina Heesen (Kirchenvorstand St. Alexandergemeinde). Foto: Christina Halbach

Genutzt wurde das Pfarrfest außerdem für eine kleine Einweihung im westlichen Eingangsbereich der St. Alexanderkirche. Dort informiert nun eine kleine Info-Tafel über einen Höhenfestpunkt, der bereits seit 1893 als runder Metallbolzen am Fuße des Kirchengebäudes eingelassen ist und seitdem eine sichere Orientierung bei Höhenvermessungen etwa bei der Planung von Baumaßnahmen liefert: „Dieser Vermessungspunkt ist aufgrund des Alters des Gebäudes langzeitstabil“, erläutert André Sieland vom Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen die besondere Bedeutung des Höhenfestpunktes, von denen es mehrere Tausend in Niedersachsen gibt. Ein Schild, das auf diesen Vermessungspunkt aufmerksam macht, sei bislang aber niedersachsenweit einmalig. Dennoch: Pfarrer Dietmar Schöneich gab beim kleinen Ortstermin am Fuße der Kirchenmauer zu, dass ihm der Metallbolzen in den vergangenen acht Jahren nicht ein einziges Mal aufgefallen sei. Katharina Heesen vom Kirchenvorstand hatte indes einen genaueren Blick und den Kontakt mit dem Landesamt aufgenommen.

Die Kolping-Roadshow "Integration" macht mit verschiedenen Angeboten auf die Belange von Geflüchteten, Integration und Fluchtursachen aufmerksam, vorne im Bild: Kolping-Mitarbeiterin Tonja Klausmann Foto: Christina Halbach

Wer sich in dem bunten Treiben informieren wollte, konnte dies bei der Kolping-Roadshow „Integration“ tun. Bei Straßenfesten oder an Schulen macht das Infomobil mit verschiedenen Angeboten auf die Belange von Geflüchteten, Integration und Fluchtursachen aufmerksam: „Kinder haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Menschen, die sich für Geflüchtete einsetzen wollen, können sich Argumente an die Hand geben lassen“, erläuterte Kolpingmitarbeiterin Tonja Klausmann. Andreas Albers, Vorsitzende der Wallenhorster Kolpingfamilie, hat die Roadshow nach Wallenhorst zum Pfarrfest geholt: „Das Thema ist immer noch wichtig, auch wenn die großen Flüchtlingsströme vorbei sind. Wir haben es noch nicht geschafft mit der Integration.“

Erlös fließt in Tonanlage

Pfadfinder und Messdiener hatten rund um die Kirche wieder einen abwechslungsreichen Spieleparcours für kleine und auch große Besucher auf die Beine gestellt. Der Erlös aus Groschenkirmes und Caféteria wird in diesem Jahr komplett der Pfarrgemeinde zugutekommen, konkret in die Anschaffung einer neuen Tonanlage fließen.


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