Vom Glück des Singens Viertes Wallenhorster Rudelsingen

Von Bettina Mundt

Vorsänger David Rauterberg in Aktion. Foto: Bettina MundtVorsänger David Rauterberg in Aktion. Foto: Bettina Mundt

Wallenhorst. Nach dem Rudelsingen ist vor dem Rudelsingen: Das Team Rauterberg gastierte zum vierten Mal in Wallenhorst und erfreute das Publikum mit einer bunten Mischung aus Liedern zum Mitsingen.

Von Ed Sheeran über Steppenwolf bis Drafi Deutscher, von Volkslied über Fußballsong bis Rockhymne: Das Team Rauterberg präsentiert in der Wallenhorster Sporthalle beim vierten Rudelsingen wieder Stücke aus verschiedensten Genres. Rudelsingen, das sind Konzerte, bei denen das Publikum Lieder lauthals mitsingt. Die Texte werden dabei auf eine große Leinwand gebeamt und die Musik ist live, es kommt nichts vom Band. Das Konzept stammt von David Rauterberg, der damit seit sechs Jahren hauptberuflich und überaus erfolgreich unterwegs ist. Inzwischen gibt es ganze elf Teams seiner geschützten Marke „Rudelsingen“, die sangesfreudige Menschen in der ganzen Republik beglücken. Allein in Osnabrück gab es schon 60 Veranstaltungen dieser Art, die 61. findet im Oktober statt.

Treues Publikum

Getragen wird der Erfolg von einem treuen Publikum, das immer wieder kommt und Freunde, Kollegen, Bekannte oder Verwandte mitbringt. So auch in Wallenhorst. Für Nicole Erben aus Engter ist es das zweite Mal: „Ich wurde auch angefixt von Leuten, die vorher schon einmal hier waren“, erklärt sie. „So wird der Kreis immer größer.“ Sie steht mit einer Gruppe an einem Stehtisch, darunter Uwe und Petra Landwehr aus Quakenbrück, die sich freuen, dass ihr Sohn mitgekommen ist. Das ist auch typisch für das Rudelsingen: Es spricht generationsübergreifend ein breites Publikum an, wobei es allerdings einen deutlichen Frauenüberschuss gibt.

„Glücklich nach Hause gehen“

Kerstin Wolf aus Osnabrück ist zusammen mit zwei Kolleginnen gekommen. Sie war schon mehrfach beim Rudelsingen in Osnabrück: „Das ist einfach lustig.“ Sie würde auch sonst gerne singen, könne aber keine Töne halten. „Hier hört mich keiner raus.“ Ihre Kollegin Claudia Victoria ergänzt: „Und man singt auch Sachen, die man so zuhause nicht hören würde, aber in der Gruppe macht es einfach Spaß.“ Was sie erwarten: „Witzige Lieder und ganz viel Spaß – und hinterher glücklich nach Hause gehen.“

Sie werden nicht enttäuscht: Das in drei Blöcken präsentierte Programm umfasst Songs wie „Alles nur geklaut“ von den Prinzen, „Ich wär' so gern wie du“ aus dem Dschungelbuch und „Pack die Badehose ein“ von Conny Froboess. Gesungen wird im Stehen. „Wenn man sitzt, wird das Zwerchfell eingeklemmt, da kommen keine schönen Töne raus“, sagt David Rauterberg. Er moderiert locker, singt, spielt Gitarre und geht bei den Stücken mit dem ganzen Körper mit. So unterhält und dirigiert er das Publikum gleichzeitig. Begleitet wird er stimmlich und am E-Piano von Philip Ritter. 

Manche Songs lösen besondere Begeisterung aus: Zu den Favoriten gehören Abbas „Dancing Queen“ und „Haus am See“ von Peter Fox. Zum Schluss kommt ein Schlagerklassiker, der nur an dieser Stelle kommen kann – was könnte auf „Marmor, Stein und Eisen bricht“ schon noch folgen? Höchstens eine Zugabe wie „Gute Nacht Freunde“ von Reinhard Mey, mit der das dankbare Publikum nach gut zweieinhalb Stunden entlassen wird. Viele werden im kommenden Jahr wiederkommen und neue Rudelsinger mitbringen. Der Termin für das fünfte Wallenhorster Rudelsingen steht bereits – denn nach dem Rudelsingen ist vor dem Rudelsingen.


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