Läuft gut an Wallenhorster Kolpingsfamilie zufrieden mit "Geben-und-Nehmen-Box"

Andreas Albers und Monika Wulftange von der Wallenhorster Kolpingsfamilie sind begeistert vom Erfolg der "Geben-und-Nehmen-Box". Foto: Jessica von den BenkenAndreas Albers und Monika Wulftange von der Wallenhorster Kolpingsfamilie sind begeistert vom Erfolg der "Geben-und-Nehmen-Box". Foto: Jessica von den Benken

Wallenhorst. "Ich bin ganz begeistert vom Erfolg unserer Geben-und-Nehmen-Box", sagt Monika Wulftange. Seit Mitte Mai steht das Häuschen an der Alexanderkirche und erfreut sich über regen Besuch.

Es vergehe kein Tag, an dem nicht neue Dinge in der Box erscheinen und andere wieder mitgenommen werden, so Wulftange. Die Idee dahinter ist schnell erklärt: In die Geben-und-Nehmen-Box können Dinge hineingestellt werden, die man selber nicht mehr benötigt, andere Menschen aber vielleicht gebrauchen können. Geöffnet ist das Häuschen von Montag bis Sonntag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr. Gemeinsam mit Martina Beckmann, Martin Brüggemann, Manuel Nöring, Kathrin Santel und Vera Wulftange kümmert sich Wulftange um die Ordnung in dem Tauschhäuschen.

Dinge in gutem Zustand

"Wir halten immer im Auge, dass die Dinge, die hier abstellt werden, auch in gutem Zustand und funktionstüchtig sind," erklärt sie. Sei das nicht der Fall, würden die Sachen entsprechend entsorgt. Die Restmülltonne bei ihr zu Hause sei seitdem etwas mehr gefüllt als sonst. Aber grundsätzlich könne man die meisten Dinge tatsächlich noch gebrauchen. "Ich selbst habe einmal ein altes Buch über den VfL Osnabrück für meine Tochter mit nach Hause genommen", sagt sie und fügt hinzu, "und jetzt gefällt mir gerade ein Dekoartikel. Eine zierliche schwarze Gitarre, die könnte ich als kleines Geschenk gebrauchen." 

Finden auch selber mal ein schönes Stück: Andreas Albers und Monika Wulftange von der Wallenhorster Kolpingsfamilie. Foto: Jessica von den Benken

Zeichen gegen Verschwendung

"Wir wollten mit der Geben-und-Nehmen-Box ein Zeichen gegen Verschwendung setzen", sagt Andreas Albers von der Wallenhorster Kolpingsfamilie. Und genau das scheint zu gelingen: Bücher, CD´s, Videokassetten, Gläser, Geschirr, Bilderrahmen, Kerzenhalter, Lampen, ein Staubsaugerfuß und Kinderspielsachen warten gerade auf ihre neuen Besitzer.

Suchen neue Besitzer: Bücher, CD´s und Geschirr. Foto: Jessica von den Benken

Ladenhüter aussortieren

"Ladenhüter, wie ganz alte Bücher oder CD´s, sortieren wir nach einer gewissen Zeit aus", erklärt Wulftange. Schließlich wolle man keine Sammelstation für ungewollte Dinge werden. Für größere Gegenstände, die nicht in die Box passen, steht eine Pinnwand bereit. Dort können Zettel mit Angeboten angeheftet werden. "Das funktioniert gut", ist Albers begeistert. Das größte Teil, was bisher Platz in der Box gefunden habe, sei ein Hundekissen gewesen. "Das passte echt kaum rein, hat aber innerhalb von wenigen Stunden einen neuen Besitzer gefunden."

Alles was zu groß für die Box ist, kann über die Pinnwand angeboten und nachgefragt werden. Foto: Jessica von den Benken

Nächster Schritt: Bücherschrank

Über eine Erweiterung des Häuschens haben die Kolpinger auch bereits nachgedacht. "Ein eigener Bücherschrank neben der Geben-und-Nehmen-Box wäre toll, denn die Bücher nehmen mittlerweile gut ein Viertel des Platzes ein. Das Tauschhäuschen ist das zweite seiner Art, das Kolpingsfamilen aufgestellt haben. Vorreiter und Ideengeber für die Wallenhorster waren dabei die Kolpinger aus Nordhorn.

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