7,1 Millionen Euro für Glasfaserkabel Schnelles Internet für 433 Anschlüsse in Wallenhorst, Belm und Bissendorf

Von PM.

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Wallenhorst. Schnelles Internet im Osnabrücker Speckgürtel: In den Gemeinden Wallenhorst, Belm und Bissendorf werden in der dritten Ausbaustufe rund 85 Kilometer neue Trasse entstehen. Das teilt der Landkreis Osnabrück mit.

Damit können in diesen drei Gemeinden weitere 433 Glasfaserdirektanschlüsse gebaut werden, wobei auf Wallenhorst 61, auf Belm 134 und auf Bissendorf 238 Anschlüsse entfallen. 

 Ein Schwerpunkt des Ausbaus liegt folglich in den Außenbereichen der Gemeinde Bissendorf. Von der landkreisweit geplanten Gesamtinvestition von 65 Millionen Euro sollen rund 7,1 Millionen Euro in die drei genannten Gemeinden fließen, wobei in Belm 1,5 Millionen Euro, in Bissendorf 4,5 Millionen Euro und in Wallenhorst 1,1 Millionen Euro investiert werden.

Zum Hintergrund: Seit Mai 2018 wird die erste Ausbaustufe des geförderten Breitbandausbaus umgesetzt. Inzwischen sind mehr als 70 Prozent der geplanten Trasse gebaut. „Damit liegt der Landkreis Osnabrück im Vergleich der niedersächsischen Landkreise weit vorne“, sagt der Landkreis. Der ursprüngliche Zeitplan der Fertigstellung bis Juni 2019 werde dennoch nicht eingehalten werden können. Grund sind hier insbesondere fehlende Genehmigungen. Die erste Ausbaustufe soll aber noch in 2019 abgeschlossen werden. Als erster niedersächsischer Landkreis hat der Landkreis Osnabrück mit seiner Infrastrukturgesellschaft Telkos bereits seinen dritten Förderbescheid vom Bund erhalten. Der Landkreis Osnabrück gehört damit auch zu den ersten Landkreisen, die nach der Novellierung der Förderrichtlinie des Bundes im Herbst vergangenen Jahres im sechsten Förderaufruf einen Förderbescheid über die Höchstsumme von 30 Millionen Euro erhalten hat.

Nach Umsetzung der dritten Ausbaustufe werden rund 93 Prozent der Adressen im Kreisgebiet über eine Versorgung mit mehr als 30 Mbit/s verfügen. Der Landkreis und die kreisangehörigen Städte und Gemeinden streben eine hundertprozentige Versorgung an, auch wenn dies durch die historisch gewachsene Zersiedelung in den Außenbereichen eine große Herausforderung ist. Dafür sind eine vierte und fünfte Ausbaustufe notwendig. In diesem Jahr soll daher ein weiterer Förderantrag beim Bund gestellt werden.

Neben den Glasfaserkabeln wird sich der Landkreis Osnabrück laut eigenen Angaben auch um die Funklöcher im Mobilfunknetz kümmern. In Abstimmung mit dem Land sollen deshalb die bestehenden Funklöcher lokalisiert und geschlossen werden. Und auch bei den aktuell laufenden Versteigerungen der 5G-Frequenzen wird sich der Landkreis um ein gefördertes Projekt bemühen, um möglichst früh beim neuen Netz der Höchstgeschwindigkeiten dabei zu sein.

Konkrete Anfragen zu einzelnen Adressen können an die E-Mail-Adresse breitband@Lkos.de gesendet werden. 


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