Pfadfinder Wallenhorst Spende an wertvolle Projekte

Spendenübergabe der Pfadfinder Wallenhorst and die Osnabrücker Kindertafel und an "Wir starten gleich!" in Osnabrück am 02. Juli 2019. Die Personen von links: Agnes Voges mit Kindern (Verwaltung "Wir starten gleich!"), Fabian Voges (Geschäftsführung "Wir starten gleich!"), Jennifer Ellrich (Vorstand Pfadfinder Wallenhorst), Hermann Große-Marke (Vorstand Osnabrücker Tafel), Jonas Nieberg (Vorstand Pfadfinder Wallenhorst), Birgitta Marquardt-Meer (Organisation Tafel und Kindertafel). Foto: Michael C. GoranSpendenübergabe der Pfadfinder Wallenhorst and die Osnabrücker Kindertafel und an "Wir starten gleich!" in Osnabrück am 02. Juli 2019. Die Personen von links: Agnes Voges mit Kindern (Verwaltung "Wir starten gleich!"), Fabian Voges (Geschäftsführung "Wir starten gleich!"), Jennifer Ellrich (Vorstand Pfadfinder Wallenhorst), Hermann Große-Marke (Vorstand Osnabrücker Tafel), Jonas Nieberg (Vorstand Pfadfinder Wallenhorst), Birgitta Marquardt-Meer (Organisation Tafel und Kindertafel). Foto: Michael C. Goran

Osnabrück. Jeweils 500 Euro spendeten die Pfadfinder Wallenhorst an gemeinnützige Projekte in Osnabrück. Vertreter der Kindertafel und des Projekts „Wir starten gleich!“ nahmen die Spenden entgegen.

„Wir verkaufen Tannenbäume, jedes Jahr etwa 500“, sagte Jonas Nieberg, vom Vorstand der Pfadfinder Wallenhorst. „Ein Teil des Geldes behalten wir für unsere Zeltlager, den Großteil spenden wir.“ Ebenfalls zum Vorstand gehört Jennifer Ellrich: „Die Aktion ist damals entstanden, als wir kein Geld hatten. Da haben wir uns überlegt, eine Tannenbaumaktion ins Leben rufen.“ 

Diesmal spenden die Wallenhorster an die  Osnabrücker Kindertafel. An „Wir starten gleich!“ spenden die Pfadfinder schon seit mehreren Jahren. Die Pfadfinder feierten in diesem Jahr ihr 60-jähriges Jubiläum und umfassen etwa 250 Personen. Sie veranstalten wöchentliche Gruppenstunden, spielen Spiele, gehen nach draußen und organisieren für zehn Tage im Jahr ihr Zeltlager.

Die Kindertafel entstand aus der regulären Tafel. „Es hat sich eine Schule gemeldet und hat gefragt ob wir sie unterstützen können“, sagte Hermann Große-Marke, ehrenamtlicher Vorstand der Osnabrücker Tafel. So ging es dann los. „Für die Kindertafel organisieren wir direkt die Lebensmittel die von den einzelnen Einrichtungen gewünscht werden“, erklärte Birgitta Marquardt-Meer. Die Organisatorin der Tafel ist auch für die Osnabrücker Kindertafel zuständig. Diese besteht seit 2007 und versorgt etwa 470 Kinder in 21 verschiedenen Einrichtungen in Osnabrück und im Landkreis mit frischen Lebensmitteln. Die Finanzierung erfolgt ausschließlich über Spenden. Die Kindertafel war die erste Einrichtung die darauf aufmerksam gemacht hat, dass es Kinderarmut in Osnabrück gibt, machte Marquardt-Meer deutlich: „Die Tatsache war ja negiert worden. Armut gäbe nicht und Kinderarmut schon gar nicht. Da hat es sich leider herausgestellt, dass das doch wahr ist. Wir wünschen uns nur, dass wir Kinder egal woher, aus welcher Schicht sie auch kommen, unterstützen können.“

Fabian und Agnes Voges erledigen Geschäftsführung und Verwaltung der „Wir starten gleich“ gGmbH“. Das Projekt sammelt Geldspenden um Kinder aus finanziell benachteiligten Familien einen gleichwertigen Schulstart zu ermöglichen. „Wir wollen verhindern, dass es zum Schulstart Ausgrenzungen gibt und das fängt manchmal bei Kleinigkeiten an“, erklärte Fabian Voges. „Es gibt Familien denen es nicht möglich ist einen neuen Tornister zu bezahlen und wo die Kinder sich ausgegrenzt fühlen, weil sie merken, die anderen Kinder haben etwas was ich nicht habe.“ Durch die Kindergärten erfährt „Wir starten gleich!“ wo Bedarf herrscht und sorgt dann für die nötige Sachspende. Voges erklärte wie das durchdachte System funktioniert: „Wir übergeben den Tornister an die Kindergärten und diese übergeben den Tornister dann an die Eltern. Das heißt die Eltern wissen das der gespendet ist, aber niemand hat einen Bezug zu den Eltern. Wir können nicht sagen welche Familie einen gespendeten Tornister bekommen hat und die Eltern schenken den Tornister dann den Kindern und diese glauben das kommt von Mama und Papa.“ Das Projekt entstand 2011 als Verein und ist mittlerweile in mehreren Städten aktiv.


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