Tag der offenen Tür Feuerwehr Wallenhorst feiert 85 jähriges Bestehen

Mit einem Tag der offenen Tür feierte die Freiwillige Feuerwehr Wallenhorst neben drei neuen Fahrzeugen das 85-jährige Bestehen. Foto: Katja SteinkampMit einem Tag der offenen Tür feierte die Freiwillige Feuerwehr Wallenhorst neben drei neuen Fahrzeugen das 85-jährige Bestehen. Foto: Katja Steinkamp

Wallenhorst. Die Freiwillige Feuerwehr Wallenhorst öffnete für hunderte Besucher ihre Pforten im Eckgarten 1. Sie feierte das 85-jährige Bestehen mit Essen und Trinken, Musik und vielen verschiedenen Attraktionen.

Doch nicht nur das 85-jährige Bestehen stand im Mittelpunkt: Auch ihre drei neuen Fahrzeuge stellte die Feuerwehr vor. Zwei Löschfahrzeuge und ein Rüstfahrzeug gehören seit Anfang des Jahres zum Wallenhorster Fuhrpark dazu. "Wir sind in Wallenhorst, Hollage, zum Teil in Lechtingen sowie auf der A1, B68 und am Stichkanal im Einsatz", sagte stellvertretender Ortsbrandmeister Frank Broermann. Die Löschfahrzeuge seien dabei vor allem bei Brand im Einsatz. Doch eines der beiden sei ein Allrounder und als erstes vor Ort: "Es ist ein Hilfeleistungsfahrzeug, das bei Brand, aber auch bei Verkehrsunfällen dabei ist." 

Große Werkzeugkiste

Das Rüstfahrzeug hingegen sei wie eine große Werkzeugkiste zu verstehen, erklärte Broermann. "Hier ist alles drin, was wir brauchen." Es sei vor allem bei Lkw-Unfällen auf der A1 im Einsatz oder wenn hilflose Personen hinter verschlossener Tür sitzen, um diese zu öffnen. Die alten Fahrzeuge seien schon bis zu 30 Jahre alt, deswegen wurde es Zeit, neue Wagen in den Einsatz zu bringen, sagte Broermann.

Foto: Katja Steinkamp


Eine weitere Besonderheit stellte die Freiwillige Feuerwehr ebenfalls am Tag der offenen Tür vor. "1964 bekamen wir ein Motorrad geschenkt", sagte Feuerwehrmann Heinrich Dorenkamp. 

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"Es wurde extra für die Feuerwehr umgestaltet und war damals auch im Einsatz." Doch das 1953 gebaute Motorrad lief irgendwann nicht mehr und stand Jahre lang nur im Feuerwehrhaus. "Letztes Jahr wurde es kostenlos restauriert und neu lackiert", so Dorenkamp. Nun wurde es wieder mit einem neuem Auspuff, neuen Reifen, erneut abgedichteten Motor und mit Pulverbeschichtung in einem knalligen Feuerwehrrot präsentiert. Ob es wieder in den Einsatz kommt, ist noch unklar, aber fahrtüchtig wäre es dafür.

Staubexplosionen und Rettungsgassen

Feuerwehr, Malteser oder der Brandschutz boten zudem Vorführungen rund um die Sicherheit an. Wie bildet man eine Rettungsgasse? Was passiert, wenn es in einem Haus brennt? Wo ist der tote Winkel bei einem Lkw? Das sind alles Fragen, die am Feuerwehrhaus beantwortet wurden. Die Jugendfeuerwehr und die aktiven Feuerwehrmänner zeigten, was die neuen Fahrzeuge alles können und wie ein Feuerwehrauto von innen aussieht. An einem weiteren Stand wurde an einem Häuschen aus Plexiglas gezeigt, was passiert, wenn es eine Staubexplosion gibt. 

Foto: Katja Steinkamp


Mit einfachen Blütenstaub, Teelichtern und zugeführten Sauerstoff wurde eine Explosion hervorgerufen. 

 Einen Stand weiter gab es Übungen mit dem Feuerlöscher. "Viele wissen nicht, wie dieser benutzt wird." An einem Lkw wurde mit einem großen Dreieck auf dem Boden demonstriert, wie groß der tote Winkel ist und wie leicht Radfahrer für den Fahrer nicht mehr zu sehen sind. Für die kleinen Gäste stand eine große Hüpfburg bereit, es gab ein Kinderkino im Feuerwehrhaus, Kinderschminken sowie Wasserspiele passend zum warmen Wetter. 

Foto: Katja Steinkamp


Ein nach wie vor großes Thema war die Bildung der Rettungsgasse sowie Smartphone-Benutzung am Steuer. "Wir haben täglich damit zu kämpfen, dass Autofahrer nicht wissen, wie sie eine Gasse bilden sollen", sagte Broermann. Besonders auf dreispurigen Autobahnen, wie auf der A1, sei es nach wie vor ein Problem. "Wir hatten schon Kollegen, die bei 30 Grad aus dem Feuerwehrauto steigen mussten und vorweg liefen, um die Autofahrer zu Seite zu bitten." Danach seien sie durch die Hitze nicht mehr einsatzfähig gewesen. 

Foto: Katja Steinkamp



Auch die Aufklärung über ein Handy am Steuer wurde aufgegriffen. So stand mitten auf dem Platz ein Unfallauto, an dem "Tod auf der Landstraße" geschrieben stand. Davor das Schild mit einem kaputten Handy und die Aufschrift "tipp tipp tot".



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