Wallenhorster Carsharing-Bilanz Mindestumsatz nicht erreicht, Nutzerzahlen gestiegen

Ein Carsharing-Auto am Rathaus in Wallenhorst. Foto: Constantin BinderEin Carsharing-Auto am Rathaus in Wallenhorst. Foto: Constantin Binder
Constantin Binder

Wallenhorst. 15.241,28 Euro hat das Carsharing die Gemeinde Wallenhorst im vergangenen Jahr gekostet, darunter eine Nachzahlung von 4.722,95 Euro, weil der vereinbarte Mindestumsatz nicht erreicht wurde. Leicht gestiegen sind die Nutzerzahlen: 37 und damit vier Wallenhorster mehr als in 2017 nehmen das Angebot in Anspruch.

Seit 1. November 2015 stellt die Gemeinde Wallenhorst in Kooperation mit der Stadtteilauto OS GmbH zwei Leihfahrzeuge zur Verfügung, davon eines mit Elektroantrieb. Im Umweltausschuss präsentierte Wallenhorsts Klimaschutzmanager Stefan Sprenger nun die Nutzungszahlen und Kosten des Carsharing-Angebots im Jahr 2018. Wer eine Steigerung der Zahlen zu 2017 erwartet hatte, wurde enttäuscht. Eher im Gegenteil: Demnach wurden bei 677 Fahrten insgesamt 17.083 Kilometer mit dem Stadtteilauto gefahren, davon etwa drei Viertel (12.068 Kilometer) von Gemeindebediensteten und ein Viertel (5.015 Kilometer) von den 37 Privatkunden, die sich in Wallenhorst für das Angebot angemeldet haben. Zum Vergleich: In 2017 wurden bei 835 Fahrten 17.383 Kilometer zurückgelegt. 

Mindestumsatz nicht erreicht

Die Gesamtkosten beliefen sich laut Sprenger auf 15.241,28 Euro. Davon entfallen 4.584 Euro auf die Miete für das Elektrofahrzeug und 5.534,33 Euro für die Dienstfahrten der Gemeindemitarbeiter. Weitere 4.722,95 Euro werden fällig, die die Gemeinde als Nachzahlung an die Stadtteilauto OS GmbH zahlen muss, weil der bei Vertragsabschluss vereinbarte Mindestumsatz von 14.280 Euro brutto nicht erreicht worden war. Im Vergleich zu 2017 profitiert die Gemeinde davon, dass der Mindestumsatz nicht 600 Euro pro Fahrzeug im Monat beträgt, sondern lediglich 500 Euro.

Weitere neun private Nutzer gewonnen

Sprenger will sich von den ernüchternden Zahlen nicht entmutigen lassen: „So ein Angebot braucht einfach einen gewissen Anlauf“, ist er überzeugt. Zuversichtlich stimmen ihn die aktuellen Zahlen aus dem ersten Quartal dieses Jahres: „Die Rechnung für den Mindestumsatz ist so niedrig wie noch nie ausgefallen“, berichtete der Klimaschutzmanager. Die Zahlen über Fahrten und gefahrene Kilometer erfahre er erst zum Ende des Jahres. Außerdem seien neun private Nutzer, darunter auch einige ältere, hinzugekommen.

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