Rüstig und zum Scherzen aufgelegt Erna Krause feiert in Rulle ihren 105. Geburtstag

In bester Stimmung zeigte sich die Jubilarin Erna Krause, die beim Geburtstagsempfang ausgiebig mit Bürgermeister Otto Steinkamp (rechts neben ihr) und ihrer Tochter Christa und deren Mann Hans-Gerhard scherzte. Foto: Horst TroizaIn bester Stimmung zeigte sich die Jubilarin Erna Krause, die beim Geburtstagsempfang ausgiebig mit Bürgermeister Otto Steinkamp (rechts neben ihr) und ihrer Tochter Christa und deren Mann Hans-Gerhard scherzte. Foto: Horst Troiza

Wallenhorst. Mit 105 Jahren ist Erna Krause die älteste Bürgerin Wallenhorsts und wahrscheinlich auch die älteste im gesamten Landkreis. Die gebürtige Mecklenburgerin kam 1936 nach Osnabrück und lebt seit 1976 im Haus ihrer einzigen Tochter Christa in Rulle.

Die nicht zur Familie zählenden Geburtstagsgäste waren sichtlich erstaunt, als die hochbetagte Seniorin am Arm ihrer Tochter Christa das Wohnzimmer betrat. Im geschmackvollen Pepita-Rock, einem schwarzen Paillettentop und einer Perlenkette um den Hals hatte sie sich für diesen kleinen Empfang festlich herausgeputzt und freute sich über die Aufmerksamkeit.

Schreiben der Politprominenz

„Wahrscheinlich weiß hier in Rulle niemand, dass hier eine solch alte Frau wohnt“, wandte sie sich an Bürgermeister Otto Steinkamp, der mit Grüßen der Gemeinde gekommen war und auch Gratulationsschreiben des Ministerpräsidenten und des Landrats überbrachte. Schriftlich gratuliert hatte auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Geboren wurde sie als Erna Wollenberg in Brenz in Mecklenburg, wo sie mit vier Geschwistern aufwuchs. Nach der Schulzeit ging sie in Anstellung bei einem Gastwirt und Zigarrenhändler und dessen Familie, bis sie ihren späteren Mann Ernst Krause kennen und lieben lernte. Mit ihm kam sie 1936 nach Osnabrück, wo er als Hufschmied eine Anstellung auf dem Landgestüt Eversburg gefunden hatte.

Das Paar hat eine Tochter, Christa. Sie und ihr Ehemann Hans-Gerhard Fischer nahmen sie 1976 ins neu gebaute Haus in der Ruller Musikersiedlung, wo die alte Dame heute noch lebt. Für ihr hohes Alter wirkt sie überaus rüstig, einzig ein Gehstock hilft ihr beim Laufen.

Auf die Frage, wie es ihr gesundheitlich gehe, antwortete sie mit einem schelmischen Blick „Ich befürchte, dass ich noch ein weiteres Jahr dazubekomme“, sagte sie lächelnd und genoss ein wenig die Aufregung um ihre Person an diesem Tag. Und das Lächeln verstärkte sich noch, als ihre Enkelin und deren Mann sowie ihre Urenkelin ebenfalls zum Geburtstagskuchen eintrafen.


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