Bilder im Kopf übermalt Beschäftigte der HHO zeigen Bilder im Ruller Haus

Arbeiteten künstlerisch zusammen: Christina Kiel (Lehramtsstudentin) und Eilika Lanfermann (HHO-Mitarbeiterin). Foto: Stefan BuchholzArbeiteten künstlerisch zusammen: Christina Kiel (Lehramtsstudentin) und Eilika Lanfermann (HHO-Mitarbeiterin). Foto: Stefan Buchholz

Wallenhorst. Im Ruller Haus sind derzeit Bilder zu sehen, die Mitarbeiter der Heilpädagogischen Hilfe und Lehramtsstudenten gemeinsam fertigten.

 „Come Together“ nennt sich die Ausstellung. Sie ist aus einer Kooperation zwischen der Heilpädagogischen Hilfe (HHO) und der Universität Osnabrück entstanden.

Inklusion in der Praxis

Seit drei Jahren arbeiten angehende Lehrer und HHO-Mitarbeiter aus dem sogenannten Kunst-Container in Sutthausen zusammen. „Inklusion findet im Kopf statt, bedarf aber auch der Praxis“, fasste der Erziehungswissenschaftler Ekkehard Ossowski den Grundgedanken der Zusammenarbeit zwischen Uni und HHO zusammen.

Bilder im Kopf übermalt

Bestätigen kann das Christiane Kiel. Die Lehramtsstudentin (Kunst und Evangelische Theologie) wählte die angebotene Basisqualifikation Inklusion und ging zunächst mit Skepsis an die Sache. „Mit Behinderten zusammenarbeiten, das wird vielleicht auch distanziert ablaufen und eine Art Kindergartenmalerei“, beschrieb Kiel ihre Gedanken vor dem ersten Treffen. „Sobald wir aber etwas zu tun hatte, wurde ich aber auch locker, weil es anfing, Spaß zu machen.“

Gelernt hat sie, dass es nicht darum ging, ob einer besser oder schlechter malen kann. „Der Prozess war entscheidend.“ Das Zwischenmenschliche während des gemeinsamen Schaffens, befand auch HHO-Mitarbeiterin Eilika Lanfermann als das Wichtigste. „Das wir über vieles reden konnten und merkten, dass uns die gleichen Sachen beschäftigen.“

Kunst-Container 

Gezeigt werden in der aktuellen Ausstellung im Ruller Haus auch Kunstwerke, die Beschäftigte der HHO im Kunst-Container Sutthausen gemacht haben. „Die Bilder lassen die Spannbreite aufblitzen, was die Mitarbeiter fertigen“, sagte Koordinator Christoph Seidel.

Der Kunst-Container ist seit 13 Jahren ein offenes Angebot der Osnabrücker Werkstätten am Standort Osnabrück-Sutthausen, das täglich von Beschäftigten aus allen Unternehmensbereichen der HHO genutzt werden kann. Entstanden sind seitdem rund 2500 Arbeiten.

Info: Die Ausstellung endet am Sonntag, 30. Juni 2019. Sie kann bei Veranstaltungen sowie nach Terminvereinbarung besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.


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