189.000 Euro für Instandsetzung SPD-Abgeordneter Pott: EU-Fördergeld für Lechtinger Motormühle fließt

Ein Bild von der Motormühle machten sich im September 2017 SPD-Fraktionschefin Johanne Modder (von links), Guido Pott, Franz Grieger und Otto Steinkamp. Foto: Elvira PartonEin Bild von der Motormühle machten sich im September 2017 SPD-Fraktionschefin Johanne Modder (von links), Guido Pott, Franz Grieger und Otto Steinkamp. Foto: Elvira Parton

Wallenhorst. Für die Instandsetzung der Lechtinger Motormühle erhält die Gemeinde Wallenhorst 189.000 Euro aus dem Topf des Förderprogramms ZILE, mit dem die Europäischen Union die ländliche Entwicklung unterstützt. Das teilte der SPD-Landtagsabgeordnete Guido Pott mit.

„Mit der Sanierung und der damit verbundenen Aufwertung des Mühlenensembles kann jetzt ein langfristig geplantes Projekt realisiert werden", sagt Pott. Schon im Landtagswahlkampf 2017 habe er die Mühle mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden im Niedersächsischen Landtag Hanne Modder besucht, die sich ebenfalls für den Förderantrag eingesetzt habe. Das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems habe jetzt auf seine Nachfrage bestätigt, dass der Förderantrag bewilligt worden sei.

Gesamtkosten von 300.000 Euro

"Da die geschätzten Sanierungskosten der 1970 stillgelegten Motormühle insgesamt rund 300.000 Euro  betragen werden, ist die Sanierung nur möglich, da neben den Mitteln der EU weitere Summen zur Verfügung stehen", erklärt Pott weiter.  Die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück sowie die Niedersächsische Sparkassenstiftung stellen zusätzlich 65.000 Euro zur Verfügung, und auch die Gemeinde als Eigentümer der Mühle steuert weitere 45.000 Euro bei. "Besonders bemerkenswert ist außerdem der Beitrag des Vereins Windmühle Lechtingen, der weitere 13.500 Euro bereitstellt, um die Mühle wieder in einen sicheren und funktionsfähigen Zustand zu versetzen." 

Holzteile von Schädlingen befreien

Sanierungsmaßnahmen an der Motormühle werden sowohl an den Außenflächen, als auch im Innenbereich der Mühle vorgenommen. So sollen alle Holzteile von Schädlingen befreit, die Dachkonstruktion des Anbaues komplett erneuert sowie das gesamte Mahlwerk der Mühle überarbeitet und betriebsbereit instandgesetzt werden. 

Treffpunkt für das Gemeindeleben

„Die Sanierungsmaßnahmen, zu denen auch ein neuer Außenanstrich gehört, werden das Erscheinungsbild des Mühlenensembles als Teil eines zentralen Straßenzugs in Lechtingen noch weiter aufwerten. Mit der Wiederbelebung der denkmalgeschützten Motormühle wird zudem ein Treffpunkt für das Gemeindeleben geschaffen und ein Impuls für den Tourismus gesetzt,“ sagt der Abgeordnete Pott.  Die Kombination aus Wind- und Motormühle sei ein echtes Alleinstellungsmerkmal für die Gemeinde. "Das Thema Mühle ist durch weitere touristische Höhepunkte wie den Mühlenradweg und dem Mühlenweg am Wiehengebirge stark in der Region verwurzelt."


Der Verein "Windmühle Lechtingen"

Der Verein "Windmühle Lechtingen" wurde im Juli 1982 aus der Taufe gehoben und hat sich der Unterhaltung der Windmühle Lechtingen verschrieben. Die Mühle wurde durch den Verein von der Eigentümerin Annelene Dallmöller zu einem symbolischen Preis angepachtet. 2008 kaufte die Gemeinde Wallenhorst die Mühlengebäude und verpachtet sie seitdem an den Mühlenverein. Der symbolische Pachtpreis ist erhalten geblieben. Der Verein hat zur Zeit ca. 160 Mitglieder.

Die Windmühle Lechtingen wurde im Jahre 1887 durch den Bergmeister Johann Rudolf Pagenstecher erbaut. Bereits um 1900, also 13 Jahre nach dem Bau der Windmühle, wurde eine neben der Windmühle stehende Motormühle erstmals erwähnt. 

Die Motormühle steht dem Verein erst seit dem Erwerb des kompletten Mühlenensembles durch die Gemeinde Wallenhorst dem Verein zur Verfügung. Quelle: www.windmuehle-lechtingen.de

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