Unglücke und Notfälle Arbeitsreiches Jahr für die Ortsfeuerwehr Wallenhorst

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wallenhorst können auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken. Foto: Freiwillige Feuerwehr WallenhorstKameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wallenhorst können auf ein arbeitsreiches Jahr zurückblicken. Foto: Freiwillige Feuerwehr Wallenhorst

Wallenhorst. Die Freiwillige Feuerwehr Wallenhorst steht an 365 Tagen im Jahr, 24 Stunden am Tag, für alle Arten von Notfällen und Unglücken bereit. Zu 111 ganz unterschiedlichen Einsätzen rückten die Kameraden im vergangenen Jahr aus. In 40 Fällen mussten Brände gelöscht werden.

Die Anzahl der Einsätze bei Bränden lag in 2017 noch bei 25. Der Sommer ist für die Freiwillige Feuerwehr Wallenhorst jedoch auf Grund der langen Hitzeperiode eine besondere Herausforderung gewesen. "Eine Vielzahl von Vegetationsbränden, auch in den Nachbargemeinden, hat uns in Atem gehalten", erklärt Frank Broermann. Er ist stellvertretender Ortsbrandmeister und gehört seit 2002 zur Wallenhorster Feuerwehr. Auch habe die Trockenheit dazu geführt, dass der Übungsdienst mit Löschwasser eingeschränkt werden musste. Die Brände selbst unterschieden sich in ihrer Stärke. 14 von ihnen waren Entstehungsbrände, 15 Klein- und neun Mittelbrände sowie zwei Großbrände löschten die Wallenhorster Kameraden.

Auch für Abschnitte der A1 zuständig

Zu Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen wurden die Feuerwehrleute zwölfmal gerufen. "Wir sind auch für die Autobahnabschnitte der A1 zwischen Engter und Osnabrück-Hafen zuständig" sagt Ortsbrandmeister Dieter Brockgrawe. Durch die vielen Baustellen in dem Bereich seien die Einsätze bei Verkehrsunfällen mehr geworden, und natürlich unterstütze man bei größeren Unfällen auch die Wehren aus den angrenzenden Gemeinden.

Wenige Tierrettungen

Eher selten, im vergangenen Jahr nur zweimal, standen Tierrettungen an. "Wir haben einen Uhu aus einem Schornstein befreien müssen. Er saß dort fest", erinnert sich Bockgrawe. Das andere Mal sei es um eine Katze gegangen, die in einem Baum fest saß. Einsätze bei denen größere Tiere gerettet werden mussten, habe es im vergangenen Jahr nicht gegeben.

Sonstige Hilfeleistungen und Menschen in Gefahr

15 Mal rückten die Feuerwehrleute wegen umgestürzter Bäume aus, 14 Mal waren Menschen in Gefahr, drei Ölschäden wurden beseitigt, drei vollgelaufenen Keller leer gepumpt und einmal gab es Probleme mit der Kanalisation. Zu sogenannten "sonstigen Hilfeleistungen" riefen Bürger die Wallenhorster Feuerwehr in zwölf Fällen. "Einmal ging es dabei um ein Gartenhaus, das der Sturm mitgerissen hatte. Dies mussten wir dann sichern", sagt Broermann. Drei Brandsicherheitswachen und sechs blinde Alarme kamen noch dazu.

Gut aufgestellt

Mit 62 aktiven Mitgliedern, die sich alle ehrenamtlich engagieren, ist die Wallenhorster Wehr gut aufgestellt. "Trotzdem freuen wir uns über jeden Neuzugang", so Broermann. Zwar habe man keine Nachwuchssorgen, die Jugendfeuerwehr ist mit 13 Kindern mehr als gut gefüllt, aber neue Kameraden im aktiven Altern seien immer herzlich Willkommen. 23 der Wallenhorster Feuerwehrleute gehören mittlerweile zur Altersabteilung. "Diese Kameraden nehmen nicht mehr an Einsätzen teil, kümmern sich aber um alles andere rund um die Feuerwehr, was für uns wichtig ist", sagt Broermann. 2127 Stunden leisteten die aktiven Kameraden bei Einsätzen im vergangenen Jahr und 3619 Stunden beim Geräte- und Übungsdienst. "Hinzukommen die vielen Stunden, die die Kameraden bei den Sonderdiensten zur Ausbildung an den neuen Fahrzeugen geleistete haben", weiß Feuerwehrmann Heinrich Dorenkamp. Zur Erinnerung: Anfang 2018 stellte die Feuerwehr einen neuen Rüstwagen in den Dienst, im Frühjahr kam das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug und im Herbst das Löschgruppenfahrzeug dazu.

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