Vom Keller ins Tonstudio Hollager Brockhous Big Band nimmt erstes Studioalbum auf

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Produzieren ihr erstes Studioalbum:Lars Otte und die Brockhouse Big Band. Foto: David EbnerProduzieren ihr erstes Studioalbum:Lars Otte und die Brockhouse Big Band. Foto: David Ebner

Wallenhorst. Vor zwei Jahren, als sich die Brockhouse Big Band aus ehemaligen Schülern der Angelaschule bildete, hat noch niemand mit einem solchen Erfolg gerechnet. Bescheiden definierten die 19 Musiker damals ihre Ziel: Engagements und rauf auf die Bühne. Jetzt produzieren sie ihr erstes eigenes Studioalbum.

Erwachsen geworden ist die Band um Schlagzeuger Lars Otte und seinen Cousin Simon Stiehl, der in dem Ensemble Trompete spielt. Proben im Keller der bandeigenen Oma Agnes Otte, die selber auch sehr musikalisch ist, sind schon lange Vergangenheit. Was damals noch ein Problem war, bereitet heute, dank vieler Sponsoren, der Band keine Bauchschmerzen mehr. "Anfangs war es echt schwierig, einen Proberaum zu finden. Entweder war er zu weit für uns alle entfernt oder er war einfach zu teuer", erinnern sich Otte und Stiehl. Da sei das Angebot der eigenen Oma passend gekommen, ihren Keller als Proberaum nutzen zu können.(Weiterlesen: Aus liebe zur Musik -19-köpfige Hollager Big Band probt im Keller)

Foto: David Ebener


Heute treffen sich die Musiker einmal in der Woche im Jugendzentrum Westwerk in Eversburg. "Dort sind die Gegebenheiten für uns optimal, weil der Raum für unsere Big Band genügend Platz bietet und die Akustik sehr gut ist", sagt Stiehl, der den Proberaum nach langer Suche für die Truppe gefunden hatte. Auch Notensätze, die in der Anfangszeit großzügige Eltern finanzierten, bereitet der Band heute keine Sorgen mehr. "Durch etwas Glück haben wir eine große Sammlung von Big Band Noten bekommen", erinnern sich die beiden Musiker. Das sei ein großer Gewinn für die Band und der erste Schritt in Richtung öffentlicher Auftritte gewesen. "Wir konnten unser Repertoire dadurch breiter stellen, denn bis dahin reichten die Stücke, die wir spielen konnten, nur für kleinere musikalische Einlagen", sagt Otte.


Foto: David Ebener


Klein ging es im Mai 2017 mit dem ersten öffentlichen Auftritt beim Stadtteilfest in Eversburg los. Swing- und Popklassiker reihten sich an Standards der Jazzmusik an. Schnell folgten weitere Engagement. Der Brockhusen Danz in Hollage, der Tag des Anstoßes in Wallenhorst oder ein Auftritt bei der Woche gegen Alkohol auf dem Osnabrücker Domhof absolvierte die Big Band mit Bravour. "Ein Höhepunkt war für uns der Auftritt am Tag der deutschen Einheit auf der Hauptbühne der Landesgartenschau in Bad Iburg", sagt Stiehl. Besonders sei auch das erste Doppelkonzert mit der ältesten Big Band Osnabrücks, dem Osnabrücker Jazz- und Tanzorchester, im Piesberger Gesellschaftshaus gewesen. Den Kontakt stellte Stiehl her, der selber in beiden Bands spielt. "Ich wollte unbedingt einmal erleben, wie es ist, eine junge und eine erfahrene Big Band in einem Konzert zusammen zu erleben", sagt er und Otte ergänzt: "Die Atmosphäre im Gesellschaftshaus war nicht allein wegen der vielen Gäste beeindruckend, auch die historische Gestaltung des Saales trug ihr Übriges zum Gelingen des Abends bei."


Foto: David Ebener


Für 2019 sind bisher zehn Konzerte geplant. Darunter: Die Benefizgala zugunsten der Osnabrücker Krebsstiftung im Remarque Hotel und ein Auftritt im Piesberger Gesellschaftshaus unter dem Motto "Tanztee mit den Rolling Stones". "Gerne würden wir auch noch ein eigenes Konzert auf die Beine stellen, aber momentan nehmen uns die Aufnahmen für unser Studioalbum komplett in Anspruch", so Stiehl.

Voller Big-Band-Sound

In fünf Gruppen werden derzeit über eine Woche sieben Stücke im Tonstudio Docma Klang in Osnabrück aufgenommen. "Das ist für uns eine ganz neue Erfahrung", sind sich die beiden Musiker einig. Die größte Herausforderung sei dabei, die jeweiligen Stücke absolut präzise einzuspielen, damit die einzelnen Tonspuren nachher auch perfekt übereinander liegen. Separat spielen die Saxophone, Posaunen, Trompeten, die Rhythmusgruppe und auch die Gesangs- und Instrumentalsolisten ihre jeweilige Stimme ein. Den Hörer erwarte am Ende der volle Big Band Sound. "Vielseitig wird es sein," kündigen Otte und Stiehl an und verraten jetzt schon, dass auch Stücke von Diana Ross und Aretha Franklin dabei sein werden.

Konzerttermine und weiter Infos sind unter www.brockhousebigband.com zu finden.


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Zur Brockhouse Big Band gehören an den Saxophonen Malte Hagedorn, Katharina Schomakers, Leander Fricke, Doreen Helms, Friederike von Wallbrunn, Tobias Meyer und Sarah Meiners. An den Posaunen Viola Knöpker, Marvin Rottmann, Kyra Dunkel und Jana Kuhlmann. Die Trompeten spiele Ilyas Maung, Simon Stiehl, Vanessa Nardmann, Clara Bonse und Victoria Reker. Die Rhythmusgruppe bilden Hendrik Langebrake, Alexander Stukenbrok, Marius Schulze-Varnholt, Lars Otte und Claudius Golbeck . Ebenfalls zur Big Band gehören die Sänger Tina Sona, Conny Sander, Michael Rottmann und Roman Woschek.

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