Zum Tod von Carsten Heyer Wallenhorster trauern um ihren Pastor

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Seit 2012 engagierte sich Pastor Carsten Heyer, der im emsländischen Vrees geboren wurde, als Pastor in den drei Pfarreien St. Alexander, St. Josef und St. Johannes. Am vergangen Freitag verstarb er im Alter von 43 Jahren. Foto: Thomas OsterfeldSeit 2012 engagierte sich Pastor Carsten Heyer, der im emsländischen Vrees geboren wurde, als Pastor in den drei Pfarreien St. Alexander, St. Josef und St. Johannes. Am vergangen Freitag verstarb er im Alter von 43 Jahren. Foto: Thomas Osterfeld

Wallenhorst. Am vergangenen Freitag verstarb im Alter von 43 Jahren Pastor Carsten Heyer an den Folgen eines Schlaganfalls. Die Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft Wallenhorst trauern.

Seit 2012 engagierte sich Heyer, der im emsländischen Vrees geboren wurde, als Pastor in den drei Pfarreien St. Alexander, St. Josef und St. Johannes. Er arbeitete mit Familien, begleite Messdiener und Firmlinge und war unter anderem auch als Begleiter von Erwachsenen- und Seniorengruppen, sowie von vielen Einzelpersonen, aktiv. Sein Tod trifft das Team der hauptamtlichen Mitarbeiter und die Gemeindemitglieder sehr. 

Besonderer Mensch mit wertvollem Gedankengut

"Schwere Tage des Banges und Hoffens liegen hinter uns", sagt Pfarrer Dietmar Schöneich. Gemeinsam mit allen anderen Pastoren der Gemeinde war Pfarrer Schöneich in den letzten Tagen immer wieder an Heyers Seite im Klinikum. "Wir haben mit ihm einen besonderen Menschen mit wertvollem Gedankengut, einen Priester mit Leib und Seele, verloren", so Pfarrer Schöneich. Nicht nur die Arbeit mit Gemeindemitgliedern, sonder auch ganz besonders die Feier der Liturgie sei für Heyer immer etwas Besonderes gewesen. Nie war es ihm zu viel, Gottesdienste zu übernehmen. "Er sah immer die Notwendigkeit und engagierte sich gerne." Schon jetzt, kurz nach seinem Tode, werde bewusst, dass er nicht nur menschlich, sondern auch beruflich an allen Ecken und Kanten fehle.  Besonders habe Schöneich Heyers mitbrüderliche Art geschätzt. Gerne erinnere er sich an gemeinsame Mahlzeiten, zu denen sich die Geistlichen regelmäßig treffen, die Heyer mit seiner humorvollen Art und seiner christlichen Überzeugung bereicherte. "Wir werden Pastor Heyer vermissen und uns immer gern an ihn erinnern", sagt Schöneich.

"Da wird man ruhig und still"

Dominik Heggemann ist Gemeindereferent in Wallenhorst und zuständig für die Jugendarbeit. Er berichtet von einer tiefen Betroffenheit in den unterschiedlichen Jugendgruppen. "Ein Schleier der Traurigkeit hat sich über alles gelegt, als wir die Nachricht vom Tod erhalten haben", sagt er. Auch auf der Facebookseite der Pfarreiengemeinschaft, die er betreut, bekunden Menschen ihr Mitgefühl. So heißt es: "Das macht mich traurig.", "Da wird man ruhig und still", oder "Unfassbar traurig". Auch die Frage nach dem "Warum" wird gestellt. "Die Anteilnahme ist enorm groß, auch weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus", so Heggemann.

Unkompliziert und zu Scherzen aufgelegt

Inka Lohmeyer ist Katechetin. Sie betreute gemeinsam mit Pastor Heyer die Firmlinge in Wallenhorst und die Sternsinger in Rulle. Sie schätzte besonders Heyers unkomplizierte Art und genoss die gemeinsame Arbeit. "Mit ihm war es immer mega schön und vor allem auch lustig", sagt sie. Sie habe es sehr gemocht, mit ihm zu scherzen und er habe es in jedem Jahr wieder geschafft, die Firmlinge herzlich aufzunehmen. "Seinen Tod kann ich noch gar nicht richtig fassen. Ich werde ihn sehr vermissen", sagt die 23-Jährige.

Großer Verlust für die Jugendarbeit

Julius Monska gehört zu den Ruller Messdienern und sagt: "Der Tod von Pastor Heyer hat uns schwerwiegend getroffen. Es ist von heut auf morgen ein großes Loch entstanden." Heyer habe sich immer viel Zeit für die Anliegen der jungen Leute genommen, auch weit über seine Arbeitszeiten hinaus. "Es ist immer auf uns eingegangen, hat versucht unsere Ideen umzusetzen und hat unser Ehrenamt besonders respektiert." Er werde nicht einfach sein, Pastor Heyer zu ersetzen. Sein Tod sei für die Jugendarbeit ein großer Verlust, der alle sehr traurig mache.

Verlässlicher Ansprechpartner

"Noch am Sonntag vor Weihnachten hat Pastor Heyer den jüngsten Spross unserer großen Familie getauft", erinnert sich Monika Bergmann. Sie ist Vorsitzende des Pfarrgemeinderates St. Josef Hollage. Es sei eine wirklich sehr schöne Feier gewesen, geprägt durch Pastor Heyers freundliche und humorvolle Art. Sein plötzlicher Tod mache auch sie sehr traurig und berühre sie sehr. "Ich habe ihn stets als einen verlässlichen Ansprechpartner erfahren, sowohl privat als auch in der Arbeit im Pfarrgemeinderat." Mit einem Lächeln erinnere sie sich gerne an Situationen, in denen er in eine andere Rolle schlüpfte, sei es auf der Bühne beim Karneval der KfD, oder als Eisverkäufer oder Auktionator für den guten Zweck beim Hollager Pfarrfest. "Wir werden ihn alle sehr vermissen", sagt Bergmann.

Die Heilige Messe mit dem aufgebahrten Verstorbenen wird am Mittwoch um 19 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef in Hollage gefeiert. Das Requiem ist am Freitag um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Vrees, anschließend ist die Beerdigung auf dem dortigen Friedhof.



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