Sammelaktion der Kolpingsfamilie Tannenbaum-Tetris auf dem Trecker in Hollage

Meine Nachrichten

Um das Thema Wallenhorst Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mitglieder der Kolpingfamilie und der Messdiener haben am Samstagmorgen in Hollage wieder die Tannenbäume abgeholt. Foto: Robert SchäferMitglieder der Kolpingfamilie und der Messdiener haben am Samstagmorgen in Hollage wieder die Tannenbäume abgeholt. Foto: Robert Schäfer

Wallenhorst. Am Samstagmorgen startete die Hollager Kolpingfamilie gemeinsam mit den Messdienern zur traditionellen Tannenbaumaktion. Hunderte Bäume sammelten die Teams im Laufe des Tages ein, die dann an Ostern im großen Osterfeuer an der Hansastraße landen.

Wenn an Ostern das Osterfeuer in Hollage brennt wissen die Mitglieder der Kolpinggruppe und der Messdiener, wie die Bäume an die Hansastraße gekommen sind. Hunderte ehemalige Weihnachtsbäume haben die gut 20 Helfer am Samstagmorgen im gesamten Ortsteil eingesammelt.

Foto: Robert Schäfer

Schon seit vielen Jahren sind beide Gruppen gemeinsam unterwegs. „Das ist die perfekte Ergänzung zu unserem Weihnachtsbaum-Verkauf“, sagt Dirk Flegel und lacht. Wie die meisten seiner Kollegen ist er schon viele Jahre dabei. „Die Leute fragen manchmal schon beim Kauf, ob wir den Baum auch wieder abholen.“ Wer sich für die Aktion anmelden wollte, konnte das in den vergangenen Wochen tun. 

Den erwarteten Obolus und eine eventuelle Spende sollten die Hollager möglichst schon vorher abgeben. So wussten die Helfer auch, wo sie die Tannenbäume finden konnten. So ganz genau nahmen es die Teams dann aber doch nicht. „Wir nehmen grundsätzlich alles mit“, schärfte Organisator Hubert Wächter seinen Teams ein, als sich alle um 8.30 Uhr auf dem Parkplatz neben der Volksbank trafen. Und in einigen Fällen sollte auch noch kassiert werden. Im Dienst der guten Sache sind Kolpingfamilie und Messdiener flexibel. Sie warten auch, wenn der eine oder andere Hollager seinen Baum nicht pünktlich an den Straßenrand gestellt hat oder sich ganz kurzfristig von seinem Schätzchen trennen will. Und über eine Tafel Schokolade als kleines Dankeschön freuten sich auch gestandene Männer.

Vier Traktoren

Mit vier Traktoren waren die Teams unterwegs und holten die Bäume aus den Wohngebieten. Ein Fahrer, ein Mann auf der Ladefläche, zwei Helfer, die die Bäume hochwuchten – eingespielte Abläufe. Und die jungen Leute kennen ihre Kunden. „Fahren wir in die Stichstraße rein oder holen wir den einen Baum raus?“, fragt Sven Dasenbrock. Kurz darauf fliegt der nächste Baum auf die Ladefläche des Anhängers. 

Manchmal müssen die Bäume auch aus dem Wald geholt werden. Zumindest dann, wenn der Tannenbaumbesitzer an einer versteckten Stichstraße wohnt. Foto: Robert Schäfer

Es werden noch viele folgen. Zu Anfang ist es noch leicht, Bäume auf den Aufleger zu stellen, aber schon bald muss Flegel anfangen, die Bäume zu stapeln und zusammenzudrücken. „Gut, dass wir jetzt nicht darauf achten müssen, dass die Zweige nicht knicken“, sagt er. „60 bis 70 passen sicher auf einen Anhänger, vielleicht sogar noch mehr.“ Schnell türmten sich die Bäume in die Höhe – und mittendrin Dirk Flegel. 

Tetris auf dem Trecker: Dirk Flegel stapelt und sortiert die abgeholten Tannenbäume. Foto: Robert Schäfer


Mit Geschick und manchmal auch roher Kraft sortiert er die ankommenden Bäume in die noch vorhandenen Lücken ein. Tetris auf dem Trecker. Und dabei muss er immer die Telefonleitungen im Auge behalten. Sollte er zu hoch stapeln könnte eine ganze Siedlung auf einmal ohne Telefon sein. Zumindest das Wetter macht ihm seine Aufgabe in diesem Jahr nicht schwerer. „Ganz schön nass“, ärgert er sich, „aber das ist immer so. Wenigstens ist es von oben trocken.“ 

Ganz perfekt läuft es bei den Helfern nie. Dafür hat Wächter aber vorgesorgt. Nachdem alle Gebiete abgefahren waren und die Helfer sich etwas gestärkt hatten waren die Trecker noch einmal Tour. Dann ging es darum, übersehene, zu spät an der Straße abgelegte oder von der Ladefläche gefallene Bäume aufzusammeln. Letztlich war aber auch der letzte Baum eingesammelt. Der Haufen auf dem Feld an der Hansastraße war mittlerweile zu einer stattlichen Größe angewachsen. Eine Stunde werde das Feuer zu Ostern wohl brennen, schätzt Flegel. Zeit genug für die Feierlichkeiten der Gemeinde.

An der Hansastraße wurden die Bäume abgeladen. Hier wird zu Ostern ein stattliches Osterfeuer brennen. Foto: Robert Schäfer



Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN