Krippe im Wintergarten Wallenhorster baut jedes Jahr eine Krippenlandschaft

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Vier Tage hat der Wallenhorster Gerd-Josef Thesing dieses Mal an seiner Krippenlandschaft gearbeitet, bis alles stand. Die Krippe ist ein echter Blickfang. Foto: Claudia SarrazinVier Tage hat der Wallenhorster Gerd-Josef Thesing dieses Mal an seiner Krippenlandschaft gearbeitet, bis alles stand. Die Krippe ist ein echter Blickfang. Foto: Claudia Sarrazin

Wallenhorst. Er ist ein großer Eisenbahnfan: Gerd-Josef Thesing baut gerade seine Eisenbahnlandschaft neu auf. Doch in der Vorweihnachtstzeit ruht dieses Projekt. Denn dann ist der Krippenbau dran.

In der Weihnachtsgeschichte ist die Krippe, in der das Jesuskind zur Welt kommt, eine Pilgerstätte. In Wallenhorst ist zur Weihnachtszeit der Wintergarten der Familie Thesing ebenfalls sehr gut besucht. Denn Gerd-Josef Thesing baut jedes Jahr eine große Krippenlandschaft ins Glashaus.  

Für seine Enkelkinder "versteckt" Gerd-Josef Thesing immer einige Figuren, die diese dann suchen müssen. Doch auch Erwachsene können in der Krippe des Wallenhorsters viel entdecken. Foto: Claudia Sarrazin


Jedes Mal anders, jedes Mal ein Blickfang

Diesmal ist die Grundkonstruktion eine L-Form mit Schenkellängen von 4 mal 2,20 Meter. „Die Grundform ist jedes Jahr anders, auch die Krippe steht immer wo anderes im Gelände. Ganz neu ist der Berg, der ist knapp 50 Zentimeter hoch“, erklärt Thesing, der oft in Österreich Urlaub macht und das Gebirge liebt. 

Detailverliebt: Viel zu entdecken gibt es in dieser Wallenhorster Krippe. Foto: Claudia Sarrazin


Auf Nachfrage berichtete er, dass er diesmal über vier Tage an der Krippe arbeitete, bis alles stand: „Aber nicht acht Stunden am Tag, eher so sechs Stunden.“ Lange im Vorfeld planen würde er jedoch nicht: „Ein paar Tage vorher habe ich morgens, oft beim Wachwerden gute Ideen“, so der Wallenhorster. In der Bauphase käme seine Frau immer zwischendurch immer zum Gucken und helfe bei Bedarf mit.

In den ersten Jahren hatten Thesing eine Krippe aus Pappmarché, doch dann entdeckten sie handgeschnitzte Figuren aus Holz - und fingen an diese zu sammeln. Foto: Claudia Sarrazin


Von Pappmarché zu Sammlerfiguren

Schon als Kind hat Thesing seine Spielzeuge alle selbst gebastelt. Die erste Krippe kaufte er mit seiner Frau bei Woolworth – sie war aus Pappmarchè. Die sollte „irgendwie schön“ aufgebaut werden. So fing alles an. Später entdeckte das Paar auf dem Osnabrücker Weihnachtsmarkt die Krippen der Familie Riffeser aus dem Grödnertal. Die Holzschnitzer verkaufen ihre Krippenfiguren unter dem Namen Anri. Thesings gönnten sich die ersten Figuren und kombinierten sie mit denen aus Pappmarchè und einigen aus Kunststoff, die sie schon hatten. Deshalb hätten die verschiedenen Figuren von der Größe her unbedingt zusammen passen müssen.

Vier Tage lang jeweils rund sechs Stunden brauchte Gerd-Josef Thesing in diesem Jahr, bis seine Krippe im Wallenhorster Wintergarten stand. Foto: Claudia Sarrazin


Weit mehr als Jesus, Josef und Maria

Seit dem sind die Wallenhorster Stammkunden der Holzschnitzer aus dem Grödnertal, und ihre Krippe wuchs und wuchs. „Nächstes Jahr will ich auch mal nach Südtirol hinfahren und die Holzschnitzer besuchen“, so Gerd-Josef Thesing, der mit seiner Frau längst mehr Figuren besitzt als die klassische Krippe beinhaltet: Ihre Krippenlandschaft wird unter anderem von Hirten, Mägden und Kindern sowie unterschiedlichen Tieren – zum Beispiel Gänsen, Pferden, Ziegen und Hühnern – bevölkert. 


Klassische Krippenfiguren wie Hirten und Schafe gehören ebenso zu Thesings Krippe, wie eher ungewöhnliche Tiere, zum Beispiel Igel, Eulen und Gänse. Foto: Claudia Sarrazin


„Dieses Jahr haben wir uns die Schwäne dazu gekauft“, berichtet Gerd-Josef Thesing, der mit seinen fünf Enkelkindern gerne an der Krippe steht und spielt: „Ich lasse sie dann die Igelgruppe, die Katze, das Eichhörnchen oder die Eule suchen. Die verstecke ich teilweise extra für sie.“

Der "denkende Hirte" gehört zu den Lieblingsfiguren, für die Gerd-Josef Thesing jedes Jahr eine neue Krippenlandschaft baut. Foto: Claudia Sarrazin


Pflastersand und Moos werden eingelagert

Er selbst erfreue sich beispielsweise besonders am „denkenden Hirten“ oder an dem Kamel mit seinen schweren Packkörben. Und natürlich berichtet Thesing bei Interesse gerne, wie er mit Alufolie einen Wasserfall baute oder bei Pflasterarbeiten vor der Haustür auf die Idee kam, Pflastersand auch für das Wegesystem seiner Krippenlandschaft zu nutzen. Doch hauptsächlich besteht die Landschaft im Wintergarten aus Moos. „Das haben wir mal aus dem Wald geholt, und lagern es jedes Jahr wieder ein“, so Thesing, der seine Krippe vor einigen Jahren auch mit LEDs illuminierte.

Das Moos für die Krippe von Thesings kommt aus dem Wald und wird ebenso wie die LED und der Pflastersand jedes Jahr nach seinem Einsatz wieder fein ordentlich eingelagert. Foto: Claudia Sarrazin


Freunde und Bekannte fragen nach

Während der passionierte Krippenbauer viel Spaß daran hat, seine Krippenlandschaft immer wieder anders aufzubauen und neue Idee umzusetzen, sind Freunde und Bekannte ebenfalls stets neugierig auf sein Werk. „Die fragen immer, hast du deine Krippe schon aufgebaut“, so Thesing schmunzelnd. Und natürlich kommen sie dann auch vorbei, um sich die Krippe anzuschauen. „Ja, das macht schon Spaß“, so Thesing, der sich ab Januar dann wieder seiner neuen Eisenbahnlandschaft widmet.

Nicht nur die Familie, auch Freunde und Bekannte sind jedes Jahr aufs Neue gespannt, wie die Krippe von Gerd-Josef Thesing in Wallenhorst dieses Mal ausschaut. Foto: Claudia Sarrazin



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